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„Frankfurter Hauptschule“ Polizeipräsident empört über Ausstellung von Städelschülern

Mit scharfen Worten verurteilt der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill das Werk einer Künstlergruppe, die in der Städelschule ausstellt. Das bereite den Weg für Gewalt gegen Polizisten.

Ausstellung in Frankfurt
Ausgebranntes Polizeiauto, Teil eines Kunstwerkes der Künstlergruppe „Frankfurter Hauptschule“. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Mit scharfen Worten reagiert der Frankfurter Polizeipräsident  Gerhard Bereswill auf eine Ausstellung von Studenten der Städelschule. Dort sind bis Sonntag unter anderem ein ausgebranntes Polizeiauto der Künstlergruppe „Frankfurter Hauptschule“ sowie zwei Videos zu sehen. Das Autowrack hatte vor gut einer Woche im Bahnhofsviertel für Aufsehen gesorgt.

Mit dem ausgebrannten Polizeiauto und den beiden dazugehörigen Videos sei für ihn die Grenze des Erträglichen überschritten, sagte Bereswill in einer Presseerklärung, die am Freitag veröffentlicht wurde. In dem Polizeiauto und den Aussagen in den Videos sehe er einen „Aufruf, der Übergriffen und Gewalttaten auf Polizeibeamtinnen und -beamte den Boden bereitet“.

Vor gut einer Woche hatte die Künstlergruppe „Frankfurter Hauptschule“ ein vermeintliches Polizeiauto zertrümmert, angezündet und im Frankfurter Bahnhofsviertel abgestellt. Elf Stunden stand es da, ein belebtes Kunstwerk, auf das Passanten kletterten und andere Sachen damit anstellten, dokumentiert in Internetvideos.

„Wir sehen Horden von vercrackten Zombies mit abgesägten Schrotflinten durch die Münchener Straße patrouillieren. Wir sehen den Rauch ausbrennender Einsatzwagen, der sich mit dem warmen Licht der Abendsonne mischt“, heißt es im Video des Künstlerkollektivs.

Als die Frankfurter Polizei  von dem ausgebrannten Polizeiauto im Bahnhofsviertel erfahren habe, habe sie sich noch „gelassen zu dieser sehr fragwürdigen künstlerischen Darstellung“ gezeigt, so Bereswill. „Mit der Ausstellung und den beiden dazugehörigen Videos ist für mich jedoch die Grenze des Erträglichen überschritten“, lässt der Polizeipräsident in der Presseerklärung verbreiten.  Die Aussagen in den Videos seien nicht nur geschmacklos, sondern auch respektlos gegenüber den Polizistinnen und Polizisten, insbesondere denjenigen, die im Bahnhofsviertel tagtäglich für Sicherheit sorgten.

Hinzu käme, so Bereswill weiter, dass diese Aktion die hilfebedürftigen Suchtkranken zum bloßen Objekt herabwürdige und sie als „Zombies“ diskreditiere. „Ich finde es auch befremdlich, dass die Städelschule eine solche Aktion offensichtlich unterstützt und fördert“, sagte er.

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