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Frankfurter City Triathlon 2012 Frankfurt schwimmt, rennt und radelt

Rund 1800 Triathleten, Profis und ambitionierte Amateure, bevölkern beim Frankfurter City Triathlon die Straßen der Stadt. Nils Frommhold gewinnt bei den Profis. Klicken Sie sich durch die besten Bilder.

Wechselzone beim City Triathlon Frankfurt. Foto: FR

Rund 1800 Triathleten, Profis und ambitionierte Amateure, bevölkern beim Frankfurter City Triathlon die Straßen der Stadt. Nils Frommhold gewinnt bei den Profis. Klicken Sie sich durch die besten Bilder.

Eine Stunde nach dem Start am Langener Waldsee ist die Innenstadt am Sonntagmorgen noch wie ausgestorben. Das Zeltdorf der Italienischen Woche an der Hauptwache gleicht einer Geisterstadt. Entlang der Zeil, am Rossmarkt und am Zieleinlauf sind Absperrungen aufgebaut, doch bis auf ein paar Helfer sind kaum Menschen zu sehen. Schon bald sollen hier über den roten Teppich die ersten Sportler einlaufen, die Teilnehmer des dritten Frankfurt City Triathlons.

Der Rossmarkt ist weitgehend eingezäunt. Hier ist die zweite Wechselzone, nach den 1,5 Kilometern Schwimmen und 45 Kilometern Radfahren beginnt hier der Zehnkilometerlauf. Noch ist keiner der Sportler zu sehen, aber am Ausgang stehen bereits ein paar Schaulustige und erwarten sie mit Spannung. Zwei davon sind Martina und Markus Jahn aus Freigericht. Sie warten auf ihren Sohn Manuel, der als Jedermann mitmacht, also nur 400 Meter schwimmt, zwölf Kilometer Rad fährt und fünf Kilometer läuft. Der 17-Jährige macht bei Triathlons mit seit er 14 ist, in Frankfurt ist er zum zweiten Mal dabei. Nun feuern ihn die Eltern zusammen mit Freundin Carolin an. „Er sucht den Ehrgeiz“, sagt Carolin. „Und wenn er was will, dann schafft er das auch.“ Zwar finde er bei seiner Lehre zum Bankkaufmann nicht viel Zeit zum Trainieren, sagen die Eltern, aber im Radfahren und Laufen sei er ganz gut. Bei seinem zweiten Mal habe er sich bereits um zwölf Minuten verbessert.

Dann ertönt der erste Jubel: Nils Frommhold, Nummer 28, erreicht als erster Profi die Wechselzone, stellt sein Fahrrad ab, tauscht den Helm gegen Laufschuhe ein. Applaus für die Spitze, kurz darauf treffen die anderen ein.

Gegen 9.30 Uhr hat sich die Hauptwache etwas gefüllt. Die Betreiber der italienischen Stände bauen auf, der Duft von Salami liegt in der Luft, doch bis auf eine Frau, die sich einen frühen Aperol Spritz gönnt, ist noch keinem nach Frühstück zumute. Die Triathlon-Fans kommen mit Kaffeebechern. Am Zieleinlauf bauen sich sieben Cheerleaderinnen vom Diamonds Dance Team auf. In wenigen Minuten wird der Sieger erwartet.

2200 Anmeldungen - 1800 Teilnehmer

Ursula Kraus aus Darmstadt ist mit ihren zwei Enkelkindern da. Sie wartet auf die Schwiegertochter, Frauke Ostermann. „Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einmal bei einem olympischen Triathlon mitzumachen“, sagt Kraus über die 36-Jährige. „Sie hat viel trainiert – so gut das bei zwei Kindern, Beruf und Hausbau zu schaffen war.“ Als DLRG-Mitglied habe sie eine gute Basis fürs Schwimmen, nur ans Rennrad habe sie sich gewöhnen müssen. „Bei uns findet sie volle Unterstützung“, sagt Kraus.

Der Moderator am Zieleinlauf meldet die bisherigen Unglücksfälle des Triathlons: Ein Favorit sei wegen eines platten Reifens ausgeschieden, außerdem seien auf der nassen Radstrecke einige Teilnehmer gestürzt – allerdings ohne größere Schäden. Von den 2200 Angemeldeten sollen 1800 zum Wettkampf erschienen sein.

Nils Frommhold gewinnt bei den Profis

Und da, um 9.54 Uhr, kommt auch schon der Erste durchs Ziel: Wie schon auf dem Rossmarkt ist es Nils Frommhold. Dem 25-Jährigen aus Saarbrücken wird ein warmer Empfang bereitet: Mit Cheerleadern, viel Applaus und Gratulation von Sportdezernenten Markus Frank (CDU). Kurz darauf treffen die nächsten ein. Auf dem Rossmarkt stehen hunderte von Rädern, es wird im Akkord gewechselt.

Auch Steffen Krotz hat es geschafft. Der Student aus Mörlenbach hat die Strecke in zwei Stunden und 19 Minuten bewältigt und ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Als ungeübter Schwimmer war der Start schwierig“, sagt er. Beim Radfahren hätten die rutschigen engen Kurven Probleme gemacht, beim Laufen habe er aber die schönen breiten Straßen genossen. Am Triathlon schätze er die Abwechslung: „Das ist der optimale Sport.“

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