Lade Inhalte...

Frankfurt-Zeilsheim Alt-Zeilsheim im September dicht

Seit 30 Jahren wird im Frankfurter Stadtteil Zeilsheim über den Umbau der Straße Alt-Zeilsheim gesprochen. Am 14. September wird der Abschnitt zwischen dem Kolberger Weg und der Welschgrabenstraße endlich erneuert.

Hier zwischen Bartholomäusgasse und Kolberger Weg beginnen die Bauarbeiten. Foto: christoph boeckheler*

Risse im Beton, provisorisch geflickte Straßenabschnitte und ein für Gehbehinderte unzugänglicher Fußweg. Dreißig Jahre ist es her, dass beim Ortsbeirat die ersten Anträge für einen Umbau der Straße Alt-Zeilsheim auf dem Tisch lagen. Am 14. September wird die Strecke zwischen dem Kolberger Weg und der Welschgrabenstraße endlich erneuert.

Wie sehr die Anwohner das Thema beschäftigt, wurde Dienstagabend bei der Infoveranstaltung des Ortsbeirats 6 deutlich. Im Gemeindehaus der Bartholomäus Kirche an der Straße Alt-Zeilsheim waren alle Plätze belegt. „Es ist ein kleiner Schritt für die Stadt, aber ein großer für Zeilsheim“, sagte Bernd Bauschmann, CDU-Ortsbeiratsmitglied. Mit Günter Schneider und Michael Löw vom Amt für Straßenbau und Erschließung stellte er den Besuchern die Pläne vor.

Die Straße Alt-Zeilsheim wird in drei Bauabschnitten erneuert. Zunächst wird das Stück zwischen Kolberger Weg und Bartholomäusgasse, dann zwischen Bartholomäusgasse und Welschgrabenstraße gesperrt und verbessert. Geplant ist die Bürgersteige zu erhöhen und zu verbreitern, um sie für Fußgänger sicherer zu machen. Zusätzlich werden drei Gehwege auf der Strecke barrierefrei gemacht und neu beleuchtet. Die Bushaltestelle an der Bartholomäuskirche wird durch einen erhöhten Gehweg zugänglicher. Insgesamt kostet die Umgestaltung 400.000 Euro.

Bauarbeiten dauern zehn Wochen

In der letzten Phase werde die gesamte Straße gesperrt, um die Fahrbahndecke in einem Zug zu erneuern. Etwa vier Wochen sollen die ersten beiden Abschnitte gesperrt sein, drei bis vier Tage der letzte. Insgesamt sind zehn Wochen angesetzt.

„Realistisch oder optimistisch?“, fragte Suetlana Holinski. Der Floristin gehört das Geschäft „Blümchen“ in der Straße Alt-Zeilsheim. Die Einzelhändler sind besorgt, dass sie durch die Baustelle Kunden verlieren. Amtsmitarbeiter Schneider schlug daher vor ein Schild aufzustellen, um den Kunden eine alternative Route aufzuzeigen.

Während der Bauzeit sollen Anwohner morgens und abends mit ihrem Auto auf ihr Grundstück kommen. Diejenigen, die ihre Mülltonnen aufgrund der Baustelle nicht mehr rausstellen können, bekämen ihn von der Baufirma zur FES gefahren.

Die vorgestellten Pläne riefen ein geteiltes Echo hervor. Obwohl die meisten Anwesenden sie positiv fanden, gab es auch kritische Stimmen. So wird es nach der Umgestaltung an einer Stelle der Straße für Fußgänger weiter eng bleiben. Ein leidiges Problem bleibt auch künftig der viele Verkehr. Allein 16 Busse pro Stunde fahren durch Alt-Zeilsheim. Manche Fahrer seien so rücksichtslos, dass sie über den Bürgersteig fahren, beschwerten sich Anwohner. „Das soll sich mit dem neuen Straßenbelag und den höheren Bordsteinen endlich bessern“, kündigte Bauschmann (CDU) an.

Unzufrieden zeigte er sich über die geplante Umleitung der beiden Buslinien 53 und 54. Wenn es nach der Nahverkehrsgesellschaft traffiq geht sollen die Busse über den Kolberger Weg und die Straße Neu-Zeilsheim fahren. Bauschmann fände eine Umleitung über den Frankenthaler Weg besser, da sich die Busse dann nicht in die Quere kommen würden wie an der engen Kreuzung am Kolberger Weg. Über die endgültige Route soll Mitte August entschieden werden.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen