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Frankfurt Weihnachtsmarkt Weihnachten wird pink

Frankfurt wagt sich auf Neuland vor. Auf dem kleinen Stoltzeplatz in der Innenstadt soll es erstmals eine Weihnachtsmarkt-Dependance für Schwule und Lesben geben. Aber nicht nur für Homosexuelle. Am 26. November geht's los.

Sie kommen zum pinken Markt vielleicht eher als Weihnachtselfen. Foto: Sascha Rheker

Der Baum vor dem Römer ist geschmückt mit 360 roten Schleifen und 5000 Lampen, auf dem Paulsplatz stehen die ersten Buden, am Rest wird fleißig gewerkelt, und am kommenden Montag ist es wieder so weit: Dann wird der Frankfurter Weihnachtsmarkt eröffnet.

Nachdem im vergangenen Jahr sich die Stände zum ersten Mal bis zur Hauptwache erstreckten, ist diesmal auch der Friedrich-Stoltze-Platz hinter der Katharinenkirche dran. Dort wird „Pink Christmas“ gefeiert: Mehrere Stände bilden einen Bereich für Homosexuelle. Der Abschnitt mit etwa 15 Ständen sei aber nicht nur der angesprochenen Zielgruppe vorbehalten, sagte der Geschäftsführer der Tourismus+Kongress GmbH Frankfurt, Thomas Feda, am Montag. Auch Besucher außerhalb der Zielgruppe sollen dort willkommen sein.

Der Rest ist Tradition

Der Rest vom Fest steht dafür ganz im Zeichen der Tradition: 200 Stände von der Hauptwache bis zum Mainkai sollen drei Millionen Besucher anlocken. Am Eröffnungstag wird nach einer Ansprache von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) der 30 Meter hohe Weihnachtsbaum erleuchtet. Die Fichte ist ein Geschenk der Gemeinde Inzell in Oberbayern. Anschließend wird es musikalisch: Zunächst wird der deutsche Singer-Songwriter Andreas Bourani ein Konzert geben, dann findet das Turmblasen vom Altan der Nikolaikirche statt.

Danach sind die Turmbläser immer mittwochs und samstags jeweils um 18 Uhr zu hören. Die Adventskonzerte „Internationale Weihnacht“ finden freitags, samstags und sonntags jeweils um 17.10 Uhr auf der Bühne Römerberg statt. In der Liebfrauenkirche werden immer um 19.30 Uhr Adventslieder gesungen. Bei der ökumenischen Veranstaltung dürfen auch Besucher mitmachen.

Tassen wie Bembel

Glühwein trinkt man in diesem Jahr wieder aus neu gestalteten Tassen. Diesmal orientieren sie sich an der traditionellen Frankfurter Dippe: Steingutgrau mit blauem Rankenmuster, in der Mitte ist die Römerfassade als Weihnachtsplätzchen zu sehen. Neben der regulären Tasse wird es auch eine in Form eines Bembels mit dem gleichen Aufdruck geben. Die Tasse wird 2,50 Euro, der Bembel 3,50 Euro kosten.

Alle, die noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk suchen, sind vom Berufsverband Bildender Künstler (BBK) zu dessen 90. Künstlerweihnachtsmarkt eingeladen. In der Jahresausstellung in der Paulskirche präsentieren 50 Kreative ihre Gemälde, Druckgrafiken, Skulpturen und Digital Fine Art. Die Galerie eröffnet am 26. November um 12 Uhr. In den Römerhallen präsentieren sich 50 weitere Künstler. Dort gibt es auch viel Kunsthandwerk wie Keramik, Glas- und Goldschmiedearbeiten, Schmuck, Textil- und Flechtkunst sowie Figuren aus verschiedenen Materialien. Dieser Künstlermarkt eröffnet am 7. Dezember um 12 Uhr. Der Eintritt für beide Ausstellungen ist frei.

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