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Frankfurt Wasserhäuschen Heiß geliebter Orange Beach

Der „Orange Beach“ im Gutleutviertel ist Frankfurts beliebtestes Wasserhäuschen. Beim FR-Wettbewerb schlägt der vor Tagen abgebrannten Kulttrinkhalle eine Welle der Sympathie entgegen. In drei bis sechs Monaten ist der „Orange Beach“ wieder tipptopp.

Alles muss ab: Arbeiter am Orange Beach im Gutleut. Foto: peter-juelich.com

Der „Orange Beach“ im Gutleutviertel ist Frankfurts beliebtestes Wasserhäuschen. Beim FR-Wettbewerb schlägt der vor Tagen abgebrannten Kulttrinkhalle eine Welle der Sympathie entgegen. In drei bis sechs Monaten ist der „Orange Beach“ wieder tipptopp.

FR-Leser haben gewählt: Der „Orange Beach“ im Gutleutviertel ist Frankfurts beliebtestes Wasserhäuschen – hauchdünn vor dem „Gudes“ am kleinen Friedberger Platz im Nordend.

Die beiden Buden lieferten sich in unserer Umfrage ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Den Ausschlag zugunsten des seit acht Jahren etablierten Strandplätzchens gegenüber dem erst im November neueröffneten Kiosk an der Friedberger Landstraße dürfte am Ende der jüngste Zwischenfall gegeben haben: Am vorigen Wochenende brannte der Orange Beach lichterloh. Die Wahl ist somit wohl Sympathiebekundung und Ansporn zum Weitermachen.

Von Freunden umlagert

„Wenn der Orange Beach als Wasserhäuschen durchgeht, dann der. Klar!“: Kommentare wie diesen gab es reichlich unter den Umfrageteilnehmern auf FR-Online, Facebook und per E-Mail. Und? Ist er ein Wasserhäuschen? „Klar!“, sagt auch Olaf Gries, der Inhaber. Er freut sich am Freitag herzlich über die Wahl. „Das ist schön, wenn man sich zwischendurch in einer ruhigen Minute der Beliebtheit bewusst wird.“

Am Freitagmittag ist die Ruine unter der Niederräder Brücke umlagert von Freunden, die helfen wollen – etwa Helmut Dietrich. Der 71-jährige pensionierte Elektromeister steht parat, falls es etwas zu tun gibt. Er kommt regelmäßig mit dem Fahrrad aus Neu-Isenburg – wegen der Atmosphäre. „Herrlich am Wasser, gepflegte Getränke, mit einfachsten Mitteln, aber schön“, lobt er.

Derweil flexen Arbeiter die Metallstangen des niedergebrannten Vorbaus weg. Der Abriss läuft, die Brandursache ist auch klar: Eine Überwachungskamera, berichtet Olaf Gries, habe Personen beim Einbruchsversuch gefilmt. Sie scheiterten an der massiven Stahltür – und steckten das Gebäude in Brand. „Vielleicht aus Frust“, sagt Gries.

Gäste packen mit an

Wie geht’s weiter? Die Versicherung ist am Zug. 20.000 Euro Schaden schätzt die Polizei, noch mehr schätzt der Chef. Gerade sagt ihm der Mann von der Sanierungsfirma, dass die ganze Küchenzeile raus muss, in der noch die verrußten Gläser stehen. Gries nimmt es tapfer. „Jetzt wird hier abgeräumt bis auf die Grundmauern, und dann Neuaufbau. Der Orange Beach muss leben. Das ist nicht nur ein Wasserhäuschen, das ist eine Institution.“

Auch wenn sie zurzeit nicht schön aussieht, die Institution. Immerhin: Es gibt Getränke, trotz allem. In drei bis sechs Monaten, lauten die Prognosen, ist das Gelände wieder tipptopp. An den Gästen soll es nicht liegen – sie wollen für ihr „zweites Wohnzimmer“ (Gries) auch mit anpacken. „Wenn ich alle Hilfsangebote angenommen hätte, wären jetzt 300 Leute hier“, sagt der Strandboss: „Es ist überwältigend.“

Nur eins passt ihm nicht: „Ohne Pokal kann ich die Wahl zum beliebtesten Wasserhäuschen eigentlich nicht annehmen“, sagt er. Und lacht. Wir arbeiten dran. Nächstes Jahr gibt es eine Trophäe fürs beliebteste Büdchen.

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