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Frankfurt Stadt soll mit Eintracht über Stadionkauf verhandeln

Die Eintracht zahle jedes Jahr fast zehn Millionen Euro Miete an die Stadt, berichtet Uwe Schulz -ein „deutlicher Wettbewerbsnachteil“ gegenüber der Konkurrenz in der Fußball-Bundesliga.

Commerzbank-Arena Frankfurt
Eintracht Frankfurt möchte die Commerzbank-Arena gerne der Stadt abkaufen. Foto: imago

Die Stadt soll das Stadion im Stadtwald der Eintracht zum Kauf anbieten. Das fordert die FDP-Fraktion im Römer. Zuvor soll ein Gutachten aber erst einmal den Wert der 2005 eröffneten WM-Arena ermitteln.

Bereits vor einigen Wochen hatte die OB-Kandidatin der CDU, Bernadette Weyland, einen Verkauf des Stadions an die Eintracht vorgeschlagen. Allerdings hatte sie als Kaufpreis 50 bis 60 Millionen Euro genannt – was für die Stadt vermutlich ein Minus-Geschäft wäre.

Wie bisher könne es aber auch nicht weitergehen, findet Uwe Schulz, Stadtverordneter der FDP. Die Eintracht zahle jedes Jahr fast zehn Millionen Euro Miete an die Stadt. Das sei ein „deutlicher Wettbewerbsnachteil“ gegenüber der Konkurrenz in der Fußball-Bundesliga. Die allermeisten anderen Vereine zahlten sehr viel weniger, sofern sie nicht ohnehin Eigentümer der Stadien seien.

Verkauf wäre  „erhebliche finanzielle Entlastung“

Der Vertrag zwischen Stadt und Eintracht läuft im Jahr 2020 aus. Überdies erinnerte Schulz daran, dass das Stadion, in dem vier Jahre später mehrere Spiele der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen werden sollen, in den kommenden Jahren für einen zweistelligen Millionenbetrag saniert werden müsse. Insofern würde ein Verkauf „eine erhebliche finanzielle Entlastung für die Stadt bedeuten“. Die Eintracht wiederum könne das Stadion als privates Unternehmen besser vermarkten als die Stadt.

Der Preis müsse sich am Wert der Arena orientieren, fordert die FDP. Den Betrag soll ein „öffentlich bestellter und von der Industrie- und Handelskammer vereidigter Sachverständiger für Immobilienwesen“ feststellen.

Eintracht-Vorstand Axel Hellmann sagte der FR, es freue ihn, dass alle Parteien die Wettbewerbsnachteile durch den Stadionvertrag in den Mittelpunkt rückten. Die Eintracht sei für „alle sinnvollen Modelle“ offen und führe darüber bereits Gespräche mit Sportdezernent Markus Frank (CDU). Diese sollen aber erst nach der OB-Wahl fortgesetzt werden, damit das Thema nicht „Spielball des Wahlkampfes“ wird.

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