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Frankfurt-Seckbach Mehr Sicherheit für Fußgänger

Die Stadt wird die Wilhelmshöher Straße frühestens ab 2018 grundsanieren. Vorgesehen ist, Unterbau, Fahrbahn und Fußwege komplett auszutauschen und dabei auch die Situation für Fußgänger zu verbessern.

Offen ist, ob an der Kreuzung Im Trieb eine Ampel aufgestellt oder ein Kreisel gebaut wird. Foto: Peter Jülich

Die Vorplanung für die Sanierung der Wilhelmshöher Straße steht. Mit dem Beschluss des Magistrats ist die Grunderneuerung zwischen Heinz-Herbert-Karry-Straße bis zum Seckbacher Bitzweg einen großen Schritt näher gerückt. Nach derzeitigem Stand beginnen die Arbeiten frühestens 2018. Die Stadt rechnet momentan mit Kosten von rund 4,9 Millionen Euro. Die Pläne will Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) in der kommenden Sitzung des Ortsbeirats 11 am 15. Februar vorstellen.

Bei der Grunderneuerung handele es sich um eine „sehr kniffelige Aufgabe“, so Majer. Bis zu 12 000 Autos quetschen sich täglich durch die enge Straße. Im westlichen Abschnitt kommen dazu fast 400 Busfahrten. Auch kämen keine Lösungen aus den 60er oder 70er Jahren in Frage. „Damals hätte man die Häuserzeilen einfach abgerissen.“ Stattdessen habe die Stadt 20 Varianten geprüft. Vorgesehen ist, Unterbau, Fahrbahn und Fußwege komplett auszutauschen.

Die Stadt möchte im Zuge der Sanierung die Situation für die Fußgänger verbessern. Derzeit stehen ihnen auf der 1,3 Kilometer langen Strecke nur schmale Bürgersteige zur Verfügung. „Wir wollen diese wo möglich verbreitern“, sagt Majer. Zum Teil werde es sich aber nur um wenige Zentimeter handeln. Um die Fahrzeuge vom Trottoir fern zu halten, soll zwischen Fahrspur und Bordsteinkante ein jeweils 60 Zentimeter breiter Streifen gepflastert werden. Dieser könne zwar überfahren werden. Doch geht der Dezernent davon aus, dass der Streifen gemieden werde, da es beim Fahren rumpele, „da fahren die Autos nicht drauf“. In der Mitte der Straße ist eine 4,50 Meter breite sogenannte Kernfahrbahnbreite vorgesehen.

Aufgewertet werden soll der Bürgersteig auch zwischen Heinz-Herbert-Karry- und Atzelbergstraße. Dort möchte die Stadt 17 Bäume pflanzen. Noch offen ist, ob an der Kreuzung der Straße Im Trieb ein Kreisel entsteht oder eine Ampel aufgestellt wird. „Wir haben beide Varianten ausgearbeitet“, sagt Majer. Auf Basis der Voten von Ortsbeirat und der Stadtverordnetenversammlung werde dann entschieden. In einer ersten Vorstellung hatten Bürger einen Kreisel abgelehnt. Sie befürchteten, dass die Sicherheit für Fußgänger zu kurz komme.

Die Kreuzung Arolser / Wilhelmshöher und Heinz-Herbert-Karry-Straße werde die Stadt nicht angehen, sagt Majer, „das kann man den Bürgern nicht auch noch zumuten“. Das Areal werde im Zuge des Ausbaus der Radroute von Konstablerwache bis Huthpark umgestaltet.

Wie der Verkehr während der Bauzeit verlaufen wird, ist offen, so der Stadtrat. Auch, wann mit dem Großprojekt begonnen werden kann. An mehreren Stellen seien Teile der Bürgersteige Privatgrundstücke. Da müsse erst geklärt werden, ob die Stadt die Flächen kaufen könne. „Das ist eine heikle Geschichte“, sagt Majer, „die kann den Fortgang verzögern.“ Gehe alles glatt, könne die Bau- und Finanzierungsvorlage 2017 beschlossen werden. Da die Sanierung europaweit ausgeschrieben werden müsse, könnten die Bagger frühestens ein Jahr später rollen.

Die Vorplanung wird in der Sitzung des Ortsbeirats 11 am Montag, 15. Februar, 19.30 Uhr, im Saal der katholischen Gemeinde Heilig Geist, Schäff-lestraße 19 (Riederwald), vorgestellt.

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