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Frankfurt Schwedlerbrücke Zustand schlechter als gedacht

Seit zweieinhalb Jahren ist die Frankfurter Schwedlerbrücke gesperrt, Fortschritte wurden seitdem kaum erzielt. Mit einer Sanierung ist frühestens 2017 zu rechnen. Zu den voraussichtlichen Kosten der bisher auf 5,2 Millionen Euro geschätzten Sanierung kann das Frankfurter Amt für Straßenbau keine Summe nennen.

Das Schicksal der Schwedlerbrücke ist ungewiss. Eine Untersuchung hat neue Probleme zutage gefördert. Foto: Andreas Arnold

Seit zweieinhalb Jahren ist die Schwedlerbrücke gesperrt. Fortschritte wurden seitdem kaum erzielt. Ein Treffen zwischen dem Denkmalamt und dem Straßenbauamt ist noch für diesen Monat anberaumt. „Es geht um die Frage, was kann von dem Bauwerk erhalten bleiben“, sagt Kim Bartelt, Referent von Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne).

Die Ergebnisse einer umfangreichen Schadenskartierung vom Herbst 2013 der 245 Meter langen Brücke hätten ergeben, dass der bauliche Zustand „schlechter ist als zuvor gedacht“. Da das Denkmalamt an der Erhaltung der alten Substanz interessiert sei, hätte sich die Situation „verkompliziert“.

Zu den voraussichtlichen Kosten der bisher auf 5,2 Millionen Euro geschätzten Sanierung kann das Frankfurter Amt für Straßenbau derzeit keine Summe nennen. „Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen und muss nach derzeitigem Sachstand als ergebnisoffen angesehen werden“, sagt Heike Reiche, die stellvertretende Leiterin des Straßenbauamtes.

Erhebliche Umwege für die Bürger

Nach Angaben von Kim Bartelt würde die bei der Kartierung entdeckte alte Substanz, die im nicht denkmalgeschützten Teil der Brücke steckt, weitere Untersuchungen notwendig machen. Der nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Teil der Brücke enthalte Eisenelemente, die von der ursprünglichen Konstruktion aus dem Jahr 1902 stammen könnten.

Bartelt schätzt den Termin für den Baubeginn auf „frühestens 2017“. Zu der Dauer der Sanierung seien jedoch keine Aussagen möglich, da die Gespräche mit dem Denkmalamt den Umfang der Maßnahmen bestimmen würden. Infolge der Entdeckung der alter Substanz im nicht denkmalgeschützten Gebäudeteil, sei es denkbar, dass weitere Untersuchungen auch des neueren Brückenteils anstehen. „Die Ämter müssen sich nun einigen, nach welchem Konzept man saniert“, sagt Bartelt.

Im für das Ostend zuständigen Ortsbeirat 4 wird derzeit überlegt, beim Straßenbauamt nachzufragen. „Wir wollen die Brücke dringend haben“, sagt Alexander Follert (Grüne), Mitglied im Ortsbeirat. „Die Sperrung hat für die Bürger erhebliche Umwege zur Folge.“

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