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Frankfurt School of Finance Mehr Platz für Frankfurt School

Die Bauarbeiten für den neuen Campus der Frankfurt School of Finance and Management an der Adickesallee haben begonnen. Die Studierenden sollen das Gebäude 2017 beziehen können.

So soll der Neubau der School of Finance an der Adickesallee aussehen. Foto: Frankfurt School of Finance & Management

Noch gut zwei Jahre müssen sich die Studenten, die im Wohnheim der Frankfurt School of Finance and Management an der Adickesallee wohnen, morgens auf den Weg ins Ostend machen. Dann kommt die private Hochschule zu ihnen. Schon zum Wintersemester 2017/2018 werden sie nur ein paar Meter gehen müssen, um in die Vorlesungen oder Seminare zu gelangen.

Mit einer symbolischen Grundsteinlegung haben am Mittwoch offiziell die Arbeiten für den Campus begonnen, der der Hochschule neue Perspektiven ermöglichen soll. Der Anspruch ist groß: Im Jahr 2020 will die Frankfurt School, die aus der Bankenakademie und der Hochschule für Bankwirtschaft hervorging, zu den fünf besten Business Schools Europas gehören.

Im erst 2001 fertiggestellten Gebäude an der Sonnemannstraße stößt der Lehrbetrieb räumlich an Grenzen. 1500 junge Leute sind derzeit für die wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge eingeschrieben. Auf dem neuen Campus sollen bis zu 2500 Studenten lernen können. Dazu werden wie bisher mehrere Tausend Menschen im Jahr kommen, die die Weiterbildungsangebote der Frankfurt School nutzen.

Alter Präsidialbau bleibt stehen

Das neue Hochschulgebäude, das nach Plänen des dänischen Architekturbüros Henning Larsen entsteht, soll 152 Meter lang sein, seine Form an das im Herbst abgerissene frühere Gebäude der Oberfinanzdirektion erinnern. Stehen blieben nur eine historische Tankstelle, die einmal als E-Tankstelle fungieren soll, und der sogenannte Präsidialbau. Dessen Nutzung sei noch offen, hieß es gestern.

In das neue Audimax sollen bis zu 400 Studierende passen. Der bisher größte Vorlesungssaal bot nur etwa der Hälfte Platz. 40 Seminarräume, 61 Gruppenarbeitsbereiche und eine Mensa mit 200 Plätzen sollen unter anderem im Neubau Platz finden. Kosten soll der neue Campus etwa 100 Millionen Euro, allein zehn Millionen Euro ließ sich das Land für das Grundstück bezahlen.

Hochschulpräsident Udo Steffens und der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) erinnerten in launiger Weise an die schwierige Suche nach einem neuen Standort. Sogar ein Wegzug nach Offenbach habe gedroht, hieß es.

Mit dem nun gefundenen Standort für den Neubau zeigte sich Wolfgang Kirsch aus dem Stiftungsrat der Frankfurt School sehr zufrieden. Das künftige Gebäude werde sich in sehr guter Nachbarschaft befinden, sagte der Vorstandsvorsitzende der DZ-Bank. Er verwies etwa auf die Nähe zur Goethe-Universität und zur Deutschen Nationalbibliothek.

Das einst öde Areal an der Adickesallee wird sich noch stärker verändern. Nur wenige Meter von der Großbaustelle für die neue Hochschule, auf dem Gelände der früheren Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, entstehen 330 Apartments, 189 Wohnungen und eine Kita.

Das bisherige Gebäude der Frankfurt School soll nach dem Umzug verkauft werden. Es gebe bereits mehrere Interessenten, hieß es.

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