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Frankfurt Schaufenster in den Zoo

Bis Ende 2012 sollen der neue Eingang und das neue Bärengehege entstehen. Das alte "Bollwerk" will man unbedingt loswerden. Und so manches andere auch.

Entwurf für den neuen Zoo-Eingang. Foto: Henchion und Reuter

Eingeladen können sich die Leute heute kaum fühlen, wenn sie vor dem Eingang des Frankfurter Zoos stehen. „Er ist eher ein Bollwerk gegen Besucher“, urteilt Direktor Manfred Niekisch. Seit mehr als zehn Jahren ist dieser Missstand bekannt, immer wieder gab es politische Anläufe, etwas zu ändern. Am Montagabend im Römer-Planungsausschuss kam der Entwurf des Berliner Architekturbüros Henchion und Reuter auf den Tisch: Bis Ende 2012 soll er Wirklichkeit werden.

Es ist das erste Projekt des auf 15 Jahre angelegten Erneuerungsprogramms für den Zoo – und es geht um mehr als nur den Eingang. Die Architekten entwarfen auch ein neues Bärengehege, in dem die Tiere gemeinsam mit Affen leben sollen. Und sie gingen das Zoo-Gesellschaftshaus an, dessen Zustand ebenfalls lange beklagt wird. Der neue Zugang zum Zoo liegt künftig nicht mehr in der südöstlichen, sondern in der nordöstlichen Ecke des Alfred-Brehm-Platzes.

Ein großes, einladendes Foyer empfängt dort dann die Besucher. Große Glasscheiben bilden ein „Schaufenster in den Zoo“ und erlauben den Blick auf erste Tiere schon von außerhalb der Anlage. Die Sichtachse geht dabei quer durch die angrenzende neue Bärenanlage bis hin zu einem Wasserfall, der das Gehege am Ende begrenzt. Die neue Anlage mit einem geschlossenen Tierhaus und einem Außengehege ersetzt die sehr marode alte.

15,6 Millionen Euro

Ganz wichtig: Es gibt am Eingang künftig genug Raum auch für große Besuchergruppen. Heute fehlt er völlig. Die Folge: Schulklassen, die zum Zoo-Besuch kommen, drängen sich oft auf den Straßenbahngleisen des Alfred-Brehm-Platzes, es entstehen gefährliche Situationen.

Beim Herausgehen aus dem Zoologischen Garten passieren die Besucher in Zukunft einen neuen Zoo-Shop mit allerlei Erinnerungsstücken für Fans. Die Neubauten entstehen um alte, sehr wertvolle Bäume herum. Einige neue Bäume werden gepflanzt.

Die Gastronomie und die Toilettenanlagen des Zoo-Gesellschaftshauses erfahren seit Jahren viel Kritik. Das soll sich nun ändern. Es gibt neue Toiletten im Erdgeschoss des Hauses, die barrierefrei zu erreichen sein werden. Zum Alfred-Brehm-Platz hin und nach innen in den Zoo hinein soll es künftig gastronomisch bewirtschaftete Terrassen geben. Es wird darüber nachgedacht, die Gastronomie auch außerhalb der Öffnungszeiten des Zoos anzubieten.

Für die Neubauten und Sanierungen veranschlagt die Stadt insgesamt knapp 15,6 Millionen Euro. Dabei kostet das Tierhaus für Bären und Affen 3,5 Millionen Euro, auf das zugehörige Außengehege entfallen 2,6 Millionen Euro. Der neue Eingang des Zoologischen Gartens schlägt mit 1,8 Millionen Euro zu Buche, der Zoo-Shop mit 715.000 Euro. Beim Zoo-Gesellschaftshaus entstehen Investitionen von 1,2 Millionen.

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