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Frankfurt-Riedberg Das Angebot wächst

Die größte Hochschul-Kita Hessens findet sich seit Neuestem auf dem Riedberg. Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Einrichtung mit insgesamt 135 Betreuungsplätzen jetzt offiziell eröffnet worden.

Blick auf die Holzverkleidung von Hessens größte Uni-Kita. Foto: Alex Kraus

Kairos bedeutet in der griechischen Philosophie in etwa „geeigneter Zeitpunkt einer glücklichen Entscheidung“. Kairos ist Name wie Leitmotiv der neuen Kindertagesstätte (Kita) auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität. Am gestrigen Dienstag hat das Hessische Baumanagement offiziell den Schlüssel an die Leitung des Kindergartens übergeben. Mit insgesamt 135 Betreuungsplätzen ist sie die größte Hochschul-Kita in Hessen.

Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) sprach von einem Wettbewerb der Hochschulen, die Besten anzuziehen. Das sei nur möglich, wenn Beruf und Privatleben vereinbar seien, „diese Möglichkeit muss gegen sein“. Birgitta Wolff, Präsidentin der Uni Frankfurt, betonte ebenfalls, dass Familienfreundlichkeit immer wichtiger werde, sie die „Work-Life-Balance“ weiter verbessern wolle.

Plätze auch für Stadtteil-Kinder

Knapp zwei Jahre Bauzeit liegen hinter der Einrichtung. Rund sechs Millionen Euro haben die Geldgeber investiert. Beteiligt an den Kosten waren neben der Stadt Frankfurt und der Universität auch das Max-Planck-Institut und das Hochschul-Förderprogramm „Heureka“ des Landes Hessen.

Pädagogischer Träger ist die „Gesellschaft zur Förderung betrieblicher und betriebsnaher Kindereinrichtungen“, zudem besteht eine Kooperation mit dem Max-Planck-Institut, so dass ein Drittel der Plätze für Institutsmitarbeiter zur Verfügung stehen sollen. 56 Kitaplätze sind für die Sprösslinge von Mitarbeitern der Goethe-Uni gedacht. Die restlichen 34 Plätze im Kindergarten werden für Kinder aus Familien im Stadtteil beziehungsweise von Studierenden angeboten.

Anfang Juli hat die Einrichtung die Arbeit aufgenommen. Bislang betreuen die Mitarbeiter rund 50 Kinder, sagt Jost Malsch, Leiter der Kita. Bis zum Frühjahr 2016 sollen alle Plätze belegt sein, wofür „wir circa 30 Betreuungskräfte bräuchten“ – bis jetzt arbeiten 15 in Vollzeit in der Kita.

Die monatlichen Betreuungskosten betragen zwischen 148 und 198 Euro je nach Alter, hinzu kommt ein Essensgeld von 68 Euro. Die jüngsten Kinder müssen mindestens drei Monate alt sein, die ältesten dürfen nicht älter als sieben Jahre alt sein. Die Betreuung wird von 7.30 bis 17 Uhr beziehungsweise 8.30 bis 18 Uhr angeboten. Aufgeteilt auf zwei Etagen, sollen vier altersgemischte Großgruppen entstehen.

2600 Quadratmeter ist das Areal groß, wovon rund die Hälfte mit einm Außenspielplatz Nutzfläche für die Kinder darstellt. Das grüne Gebäude ist teilweise mit Holzplanken verkleidet.

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