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Frankfurt-Preungesheim Bolzplätze als Treffpunkte

Das Grünflächenamt gestaltet bald die Spielflächen in der Karl-Kirchner-Siedlung um. Die Stadt möchte mit der Umgestaltung sowohl Anreize zur Bewegung wie auch zur sozialen Interaktion im unmittelbaren Wohnumfeld geben.

Bei Regen ist der Platz an der Jaspertstraße nicht bespielbar. Foto: arnold

Kinder und Jugendliche der Karl-Kirchner-Siedlung bekommen zum kommenden Frühjahr einen neuen Treffpunkt. Die veralteten Bolzplätze an der Jaspertstraße werden ab Mitte August vom Grünflächenamt umgestaltet. Entstehen sollen in den folgenden Monaten drei Funktionsbereiche: ein asphaltierter und eingezäunter Bolzplatz mit Kleinfeldtoren und Zuschauerbänken, eine Fläche mit Tischtennisplatten, Sitzgelegenheiten und eine Liegewiese sowie Rückzugsräume für Kleingruppen.

„Wir sind froh, dass etwas getan wird und Preungesheim davon profitiert“, sagt Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) der FR. Die Stadt investiert rund 200 000 Euro für die neue Freizeitfläche. Er freue sich vor allem darüber, dass das neue Konzept gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen in Planungswerkstätten aus dem Stadtteil geplant worden sei. „Es war klar, dass mehr für diejenigen Kinder und Jugendliche getan werden muss, die keinem Verein angehören“, so Lange.

Bisher waren die Bolzplätze wenig attraktiv und wurden daher auch kaum genutzt. Es gab keine Fangnetze um die Plätze, keine Umrahmungen, zudem war der Boden uneben, es bestand Stolpergefahr. Vor allem bei Regen weichte der Boden zudem auf, damit waren die Plätze nicht mehr bespielbar.

Fußball braucht keine Sprache

Seitdem Quartiersmanagerin Angela Freiberg vor drei Jahren ihren Dienst in Preungesheim antrat, hat sich die Zusammenarbeit verschiedener Stellen im Stadtteil verbessert. „Im Zuge dessen kamen wir darauf, dass die Jugend zu wenige Flächen hat“, sagt Lange. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 10, Paul Barth, sagt, dass vernünftige Angebote nötig seien, damit Jugendliche nicht nur auf Bänken rumhängen.

Auch in der Karl-Kirchner-Siedlung, in der vor allem Familien mit Kindern und Jugendlichen wohnen, sei es in der Vergangenheit zu Beschwerden wegen Lärmbelästigung gekommen. „Da reicht es manchmal schon, wenn Jugendliche sich im Sommer unter einem geöffneten Fenster in normaler Lautstärke unterhalten“, sagt Lange. „In einer Stadt wie Frankfurt, wo alles immer enger wird, haben solche Plätze zunehmend Bedeutung.“

Die Stadt gab an, sie möchte mit der Umgestaltung sowohl Anreize zur Bewegung wie auch zur sozialen Interaktion im unmittelbaren Wohnumfeld geben. „Durch die Umgestaltung wird die Anlage sicherlich besser angenommen werden“, sagt Gero Gabriel, CDU-Chef im 10er. Schon öfter seien Mitglieder des Stadtteilgremiums auf die schlechte Nutzbarkeit vor allem nach Regenfällen angesprochen worden. Sozialdemokrat Barth hofft auf einen neuen Treffpunkt. Soziale Kontakte würden auf solch einer Anlage schnell und leicht entstehen. „Für Fußball ist keine Sprache notwendig, das spielt man überall auf der Welt.“

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