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Frankfurt-Ostend Urbane Pause im Grünen

Im Frankfurter Garten im Frankfurter Ostend gibt es jetzt mittwochs wieder Produkte und Speisen aus der Region. Außerdem können sich Hobbygärtner dann auch beraten lassen.

17.03.2016 11:12
Alex Wehnert
Der Frankfurter Garten startet ins Frühjahr. Foto: Christoph Boeckheler

Der Kirschbaum steht schon in der Blüte. Ansonsten ist es im Frankfurter Garten noch genauso winterlich wie im Rest der Stadt, doch die Veranstalter sind optimistisch. „Morgen sollen es ja schon 14 Grad werden“, sagt Ilona Lohmann-Thomas vom Vorstand des Vereins Frankfurter Garten.
Am Mittwoch hat am Danziger Platz das Gartenjahr begonnen. Auf dem „Mittwochsmarkt“ gibt es von nun an wieder wöchentlich Bio-Waren aus der Region. Zudem bieten Stände rundum direkt vor Ort Speisen an. „Letztes Jahr waren jedes Mal alle Bierbänke belegt“, sagt Lohmann-Thomas.
Aus den umliegenden Büros und Agenturen kamen ab 12 Uhr mittags 180 bis 300 Gäste vorbei. Am meisten sei in der Mittagspause losgewesen, nach der Arbeit seien dann auch einige Besucher wiedergekommen. Dieses Jahr hofft man, daran anzuknüpfen.

Nachmittags gehört der Garten eher Familien. Auf den Spielmöglichkeiten in der Platzmitte tobten sich dann bis zu dreißig Kinder gleichzeitig aus.

In den Jahren 2013 und 2014 hatte das Bild hier noch anders ausgesehen. Damals gab es noch einen klassischen Wochenmarkt. Das Konzept wurde aber nicht besonders gut angenommen, weshalb man es voriges Jahr erstmals mit einem Genussmarkt probierte.

Nicht nur ein hipper Trend

Durch den Workshop „Nachhaltig und gesund leben“ im Zukunftspavillon am Goetheplatz erhofft sich der Verein im laufenden Jahr weitere Neugärtner. Seit Januar hält der Verein dort alle zwei Wochen samstags Vorträge zu Themen wie Selbstanbau sowie regionale und saisonale Ernährung.
Außerhalb der Reihe ist August Jung dort am 9. April ab 14 Uhr zu Gast. Der 87-Jährige ist schon seit seiner Kindheit von Schmetterlingen fasziniert. „Als ich 1947 zum ersten Mal nach Frankfurt kam, sah man abends unter jeder Straßenlaterne unzählige Falter“, sagt er. Heute sei meistens noch nicht einmal eine Mücke zu sehen. Er wolle mit seinem Vortrag auch Verständnis für Probleme wie den Klimawandel wecken. Die Natur werde schließlich immer ärmer.

In Zusammenarbeit mit den „Frankfurter Stadtevents“ will der Verein ab Mai Urban-Gardening-Touren durch Frankfurt ausrichten. Vom Zukunftspavillon sollen diese über den „Pilzgarten“ im Fischereigewölbe zum Danziger Platz führen. „Damit wollen wir zeigen, dass das Urbane Gärtnern nicht nur ein hipper Trend ist“, sagt Vereinsmitglied Carolin Duss. Vielmehr handele es sich um eine unumgängliche Veränderung im Nahrungsmittelkonsum. Im hinteren Teil des Gartens ist unter der Leitung von Thorsten Herget so zum Beispiel eine Bienenkolonie mit sechs Völkern entstanden.

Zudem sollen durch das Projekt „Garten in Aktion“ auch in dieser Saison wieder Hobbygärtner ihren Weg zum Danziger Platz finden. Ebenfalls mittwochs ab 16 Uhr gibt Kooperationspartnerin Christiane Jünemann hier einen kostenlosen Pflanzkurs. Sie berät außerdem Hobbygärtner. Diese können ihre kranken Gewächse mitbringen, damit sie wieder so schön blühen wie der Kirschbaum im Garten.

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