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Frankfurt Ostend Tomaten auf dem Danziger Platz

Daniela Cappelluti hat Großes vor: Auf dem trostlosen Danziger Platz am Ostbahnhof soll ein gemeinschaftlicher Stadtgarten und Treffpunkt entstehen.

Garten statt Parkplatz: Der Danziger Platz soll sich grundlegend wandeln. Foto: FRFOTO

Kräuter großziehen auf einer Verkehrsinsel, Tomaten anpflanzen statt öder Brache und zusammensitzen auf einstigen Parkplätzen. Der trostlose Danziger Platz am Ostbahnhof soll sich zu einem gemeinschaftlichen Stadtgarten und Treffpunkt wandeln. Jedenfalls wenn es nach Initiatorin Daniela Cappelluti und ihrem Gartenteam geht. „Wir möchten auf der 2500 Quadratmeter großen Fläche neues urbanes Leben erschaffen.“

3000 Arbeitsstunden und 15 Ehrenamtler

Am Dienstag stellt Moderatorin Cappelluti gemeinsam mit ihrer Team-Kollegin Petra Manahl das Projekt im zuständigen Ortsbeirat 4 vor. Sie haben einen Behörden- und Sponsorenmarathon hinter sich. Fast 3000 Arbeitsstunden steckten 15 Ehrenamtler seit über einem Jahr in das Projekt. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Planungsdezernent Olaf Cunitz (beide Grüne) konnten sie als Schirmherren gewinnen. Ein Baumarkt habe ebenfalls als Sponsor zugesagt. Doch sie bräuchten dringen finanzielle Unterstützung von der Stadt oder privaten Partnern, sonst lasse sich ihr Vorhaben nicht verwirklichen. „Ich hoffe, die Idee bald Oberbürgermeister Peter Feldmann vorstellen zu können“, so Cappelluti.

Das ambitionierte Projekt trifft den Nerv des Ortsbeirats. Dem ist der Platz schon lange ein Dorn im Auge. „Alles, was diese Ödnis belebt, können wir nur befürworten“, sagt Jochen Schmidt (Grüne). Auch Martin Karlson (SPD) lobt die „wunderbare Idee“. Allerdings hat das Gremium Schwierigkeiten mit dem Zaun, der um das Gelände gezogen werden soll. „Wir stellen uns den Zaun als Begrenzung und Sicherung für die Kinder vor“, erklärt Manahl. Er soll gestaltet, begrünt und mit Lücken versehen werden. Der Beirat sorgt sich ebenfalls über die Finanzierung des Projekts und möchte Zahlen hören. 42.000 Euro habe die Gruppe zusammenbekommen, etwa ein Zehntel des benötigten Betrags.

Beispiel Berlin

Die Idee des Gartens kam Cappelluti am Beispiel vom Prinzessinnengarten in Berlin, wo gemeinsam gepflanzt wird. Auch auf dem Danziger Platz soll niemand sein eigenes Beet besitzen, alle zusammen sollen säen und ernten. Verwendet werden mobile Gerätschaften, da das Gelände nur zur Zwischennutzung bis Ende Oktober 2014 freigegeben ist. Dann könnte der Bau der nordmainischen S-Bahn beginnen.

Für das Projekt wolle man mit Hochbeeten arbeiten, genauer: Kübel und Kisten mit Erde füllen. Zudem sollen auf dem Gelände eine Gartenküche und ein Kiosk in einem kleinen Wagen einziehen. Es sollen dort auch Kurse und Veranstaltungen stattfinden. Cappelluti kann sich sogar einen Wochenmarkt vorstellen. „Es soll als Experimentierfeld für Kinder und Erwachsene dienen, wir bieten die Grundlage und die Bürger sollen selbst aktiv werden.“

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