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Frankfurt-Oberrad Aus dem Leben gegriffen

Die Oberräder Autorin Sabine Hahn schreibt und illustriert Kinderbücher. Die Ideen für ihre Geschichten kommen der 42-Jährigen bei den täglichen Beobachtungen des ganz normalen Wahnsinns eines Kinderlebens.

Die Autorin Sabine Hahn zeichnet auch gerne. Foto: Christoph Boeckheler

Die Geschichten sind direkt aus dem Leben gegriffen: Mia ist ein dickes Mädchen, das gemobbt wird. Der freche Henry empfindet so gar keine Empathie für andere. Die Geschwister Vicki und Mark streiten sich ständig und Tom ist ein totaler Angeber.

Alle sind sie Hauptfiguren in den Kinderbüchern von Sabine Hahn. Die Ideen kommen der 42-jährigen Autorin, die mit ihrem Mann, der 16-jährigen Tochter und dem elfjährigen Sohn in Oberrad lebt, bei den täglichen Beobachtungen des ganz normalen Wahnsinns eines Kinderlebens. „Ich schreibe Problembücher“, sagt sie. Doch vielmehr sind es Lösungs-Geschichten, denn natürlich gibt es für Mia, Henry, Vicki, Mark und Tom ein gutes Ende.

2011 hat Sabine Hahn ihr Talent als Autorin und Illustratorin von Geschichten für Grundschulkinder entdeckt. „Das mache ich jetzt mal“, entschied sie und brachte das erste Buch im Selbstverlag heraus. Ein bisschen Angst hatte sie schon davor. Weil es „so ein großes und außergewöhnliches Projekt“ gewesen sei. Deswegen erzählte sie niemandem davon, erst, als es fertig war.

Mit der Heimlichkeit ist es jetzt vorbei. Ihre Bücher erscheine nun im Casimir-Verlag. Sie machen gute Laune, sind bunt, fröhlich und fein gezeichnet. Neben der Unterhaltung ist Sabine Hahn auch der pädagogische Wert wichtig. „Irgendwas gibt es immer, das die Kinder am Ende mitnehmen.“ Dass Mobbing gemein ist, lernen sie in Hahns Erstlingswerk „Mia und der dicke Elefant“ und dass es nicht reicht, sich verkehrtherum an ein Klettergerüst zu hängen, um die Dinge mal anders zu betrachten, in „Henrys Zauberbusch“.

„Hommage an Kinder und Geschwister“

Die Liebe zu Büchern, zum Zeichnen und zu Kindern zieht sich durch das Leben der Autorin. Nach dem Abitur machte sie eine Buchbinderlehre, studierte Französisch und Kunstpädagogik. Ihre Bücher seien eine „Hommage an Kinder und Geschwister“. Es geht darin um Freundschaft, Zusammenhalt, auch Schulprobleme. „Ich verstehe Kinder gut und setze mich immer für sie ein.“ Deshalb gehe es ihr auch ans Herz, wenn ihre eigenen sich streiten.

Dass Vicki und Mark aus dem Buch „Der Sternschnuppen-Wunschkalender“ gewisse Ähnlichkeit mit Hahns Tochter und ihrem Sohn erkennen lassen, ist kein Zufall. Die beiden finden die neue Passion ihrer Mutter übrigens „spannend und toll“, erzählt Hahn. Nur manchmal sei ihnen der Rummel zu viel.

Das neuste Buch „Die Hockey-Kids – das Abenteuer beginnt“ richtet sich an Jungs und Mädchen, Sportler und solche, die es werden wollen. Wie Hahn sagt, sei es „Deutschlands erste und schönste Hockey-Kinderbuch-Reihe“. Sie freut sich schon darauf, das Buch im kommenden Jahr auf der Buchmesse in Leipzig und der Hockey-WM vorzustellen. Die Ideen sind ihr noch lange nicht ausgegangen. „Ich bin schon wieder Buch-schwanger“, sagt sie. Den zweiten Band von den Hockey-Kids habe sie schon im Kopf.

Die Kinderbücher von Sabine Hahn sind in Buchhandlungen erhältlich. Am Sonntag, 7. Dezember, liest sie um 16.30 Uhr auf der Weihnachtsfeier des Sportclubs Safo in der Kennedyallee 129 aus ihrem neuen Buch „Die Hockey-Kids“ vor. Weitere Infos gibt es auf www.sabinehahn.net.

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