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Frankfurt-Nordend Raum für neue Wohnungen

Östlich und nördlich des Günthersburgparks könnte der Stadtteil wachsen. Der Ortsbeirat 3 setzt sich für den Bau von neuen Wohnungen ein.

21.04.2015 09:03
Martín Steinhagen

Der Stadtteil hat noch Wachstumspotenzial. Nördlich des Günthersburgparks könnten zum Beispiel in den nächsten Jahren neue Wohnungen entstehen. Dafür setzt sich der Ortsbeirat 3 ein. Seit das Bundesverkehrsministerium den Alleentunnel Anfang des Jahres aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen hat, kann die mehr als 30 Jahre alte Baugenehmigung abgewickelt werden. Damit wird es möglich, die Flächen zwischen Dortelweiler Straße, Seckbacher Landstraße und A 661, die bisher für den Ausbau der Autobahn reserviert waren, anders nutzen.
FDP-Ortsbeiratsmitglied Gerhard Brandt fordert, „endlich mit den konkreten Planungen zum Bau des Innovationsviertels auf der Trasse des ursprünglich geplanten Alleentunnels zu beginnen“. Einen entsprechenden Antrag hat er für die kommende Ortsbeiratssitzung gestellt. Das Innovationsviertel soll entlang der Friedberger Landstraße zwischen Hungener Straße und Wasserpark entstehen.

„Wir sind schon dabei“, sagt Mark Gellert, Sprecher des Planungsdezernats. „Wir werden vorschlagen das Viertel unabhängig von der Einhausung der A661 zu entwickeln.“ Noch vor der Sommerpause wolle der Magistrat Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeirat eine Vorlage präsentieren. Dabei werde es sowohl um eine möglichen Bebauung als auch um den Zuschnitt des Areals gehen. „Im Idealfall könnte es schon in fünf Jahren fertig bebaut sein“, sagt Gellert.

Gärtnereigelände nutzen

Auch auf der östlichen Seite des Parks könnten neue Wohnungen entstehen. Die in der Dortelweilerstraße ansässige Gärtnerei Friedrich beabsichtigt schon seit Jahren den Standort aufzugeben. Grüne, SPD und CDU wollen in der kommenden Sitzung des Ortsbeirat einen Antrag einbringen, in dem die Stadt aufgefordert wird, über den Stand der Planungen möglichst bald öffentlich Auskunft zu geben.

„Wir sind in Gesprächen mit den Eigentümern und möglichen Investoren“, sagt Gellert zum aktuellen Stand. Genaueres lasse sich aber derzeit noch nicht sagen. Einen Bebauungsplan, der Wohnungen ermöglicht, gibt es für das Areal bereits. Ortsbeiratsmitglied Brandt (FDP) ist an der Gärtnerei beteiligt und darf sich gemäß der Hessischen Gemeindeordnung nicht an Abstimmungen, die das Grundstück betreffen, beteiligen.

Die Nordend-CDU wundert sich derweil, warum der Magistrat im neuen Wohnbauland-Programm „keine neuen Wohnflächen im Nordend vorgesehen“ hat. Gleich drei kleinere Areale würden sich dafür eignen und tauchten dennoch nicht im Programm auf, schreibt die Fraktion. Der Parkplatz hinter dem Maingau-Krankenhaus an der Mercatorstraße gehört aus ihrer Sicht dazu, aber auch das Grundstück des Marienkrankenhauses, das der Betreiber künftig räumen wird. Außerdem noch eine kleine Fläche im Kühhornhofsweg neben der Heinrich-Kleyer-Schule. Mit ihrem Antrag will die CDU den Magistrat auffordern, Auskunft zu den Ideen zu geben und warum sie im Programm fehlen.

Stadt prüft Krankenhaus-Areal

„Es liegt hier möglicherweise ein Missverständnis vor“, sagt Gellert dazu. Das Wohnbauland-Programm sei keine „abschließende Aufstellung von Flächen, auf denen Wohnungsbau betrieben werden kann“. Nur Areale, die potentiell Platz für mehr als 50 Wohneinheiten bieten und für die ein neues Planungsrecht geschaffen werden müsse, seien aufgelistet. Ob auf dem Gelände, das derzeit das Marienkrankenhaus nutzt, künftig Wohnungen entstehen könnten, würde ohnehin noch geprüft.

Der Ortsbeirat 3 tagt am Donnerstag, 23. April, ab 19.30 Uhr im Walter-Dirks-Saal im Haus der Volksarbeit, Eschenheimer Anlage 21.

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