Lade Inhalte...

Frankfurt-Nordend Neue Pläne fürs Innovationsquartier

Die Römer-Koalition will das umstrittene Innovationsquartier östlich der Friedberger Landstraße nach Protesten umplanen. Möglicherweise kann der Abenteuerspielplatz bleiben.

Bürgerprotest vor Ort gegen die neuen Wohnungen. Foto: Christoph Boeckheler

Die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen ist dabei, sich auf ein „anderes städtebauliches Konzept“ für das heftig umstrittene geplante Innovationsquartier östlich der Friedberger Landstraße zu verständigen. Das bestätigte am Dienstag Mark Gellert, der Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Die Kommunalpolitiker wollen den Bürgerinitiativen entgegenkommen. Grundsätzlich soll die Bebauung verdichtet und höher werden. Dadurch könnte es möglich sein, einen Teil der Freizeitgärten zu bewahren, die bisher für die neuen Wohnungen geopfert werden sollten. Möglicherweise kann so auch der dortige Abenteuerspielplatz an seinem heutigen Ort erhalten bleiben.

Die Römer-Koalition denkt darüber nach, einem Teil der Freizeitgärtner Ersatzgelände im Preungesheimer Bogen anzubieten. Das Argument der Kommunalpolitiker ist dabei, dass etliche Nutzer der Gärten „nicht aus der unmittelbaren Umgebung“ stammten.

Neue Entwürfe erarbeitet

Die Römer-Fraktionen von CDU, SPD und Grünen haben getrennt voneinander Entwürfe für die künftige Gestaltung des Innovationsquartiers erarbeitet. Diese sollen jetzt so schnell wie möglich in der Koalitionsrunde in Einklang gebracht werden. „Es kann sein, dass wir dabei die Zahl der Wohnungen reduzieren“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael zu Löwenstein.

Bisher ist von rund 1500 Wohnungen im Innovationsquartier die Rede gewesen. Zu Löwenstein wie auch die SPD-Fraktionsvorsitzende im Römer, Ursula Busch, machten deutlich, dass die Koalition nicht grundsätzlich auf das neue Wohnquartier verzichten wird. „Das können wir uns angesichts der Wohnungsknappheit nicht leisten“, sagte zu Löwenstein.

Bürgerinitiativen wehren sich

„Die Lösung ist nicht, dass dort nichts geschieht“, erklärte auch Busch. Grünen-Fraktionschef Manuel Stock sagte, seiner Partei komme es auf die ökologische Qualität des gesamten Ernst-May-Viertels an. „Wir wollen möglichst viel Frischluft erhalten.“ Ein wichtiger Punkt sei, welche Länge die geplante Einhausung der Autobahn A661 noch haben werde. „Wir wollen die Trennwirkung der Autobahn verringern.“ Im Planungsausschuss hatten die Bürgerinitiativen verlangt, dass es kein Innovationsquartier geben solle – im Gegenteil müsse die Fläche für die Freizeitgärten noch wachsen. CDU, SPD und Grüne wollen ihr gemeinsames neues Konzept so schnell wie möglich vorlegen.

Dadurch soll den betroffenen Ortsbeiräten die Möglichkeit gegeben werden, das Papier zu beraten. Am 5. Dezember will die Koalition im Römer-Planungsausschuss den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen. CDU-Fraktionschef zu Löwenstein versprach: „Die Menschen werden im Planungsverfahren intensiv beteiligt werden.“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum