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Frankfurt-Niederrad Zu viele Scherben im Sandkasten

Glasscherben im Sand, Verbesserungspotenzial bei der Ausstattung: Nach einem Spielplatz-Rundgang zieht die Kinderbeauftragte im Frankfurter Ortsbeirat 5, Eva Maria Lang, eine gemischte Bilanz.

Kinderbeauftragte Eva Maria Lang inspizierte auch den Spielplatz auf dem Bruchfeldplatz. Foto: Carlo Wespe

Der Spielplatz auf dem Bruchfeldplatz in Frankfurt Niederrad ist zentral gelegen – während die Eltern in einem der Geschäfte rings herum etwas einkaufen können, kann der Nachwuchs sich auf dem Spielplatz austoben. Doch nicht alle Eltern sind mit dem Platz zufrieden. Spielgeräte seien immer mal wieder kaputt und im Sandkasten lägen oft Glasscherben, sagt Franziska Hauser, die mit ihrer kleinen Tochter regelmäßig auf den Bruchfeldplatz kommt.

Eva Maria Lang (CDU), die Kinder- und Jugendbeauftragte im Ortsbeirat 5 (Niederrad, Sachsenhausen, Oberrad), wollte sich anhören, was Hauser und andere Eltern im Stadtteil über die Spielplätze denken und schaute sich am Samstag insgesamt sieben von ihnen an.

Susann Schiffer geht mit ihrer Tochter ebenfalls regelmäßig auf den Spielplatz am Bruchfeldplatz. Auch sie bemängelt die Glasscherben, die oft unter dem Eisenbahnhäuschen lägen. Sie ist froh, dass sich die Kinderbeauftragte die Spielplätze anschaut, „man weiß ja nicht, an wen man sich bei Problemen wenden soll“, sagt sie. Für den kleinen Spielplatz wünscht sich Schiffer eine große Wippe und eine Drehscheibe. „Das wäre toll für die Kinder“, sagt die Mutter.

Eine große Drehscheibe gibt es auf dem Haardtwaldplatz-Spielplatz, der fußläufig rund fünf Minuten vom Bruchfeldplatz entfernt ist. Der Spielplatz ist deutlich größer; es gibt dort viel mehr zum Ausprobieren für Kinder – ein großes Klettergerüst etwa oder eine Seilbahn. Bis vor wenigen Monaten galt der Platz noch als problematisch, erzählt Horst Kriehn, der für die CDU im Ortsbeirat sitzt und Lang auf ihrem Spielplatzrundgang begleitet. Der Platz sei ein Treffpunkt zum Alkoholtrinken und Konsumieren anderer Drogen gewesen. Doch die Polizei habe die Probleme „in den Griff bekommen“, sagt Kriehn. Auch gab es dort immer wieder Vandalismus: Die Seile einer großen Vogelnestschaukel wurden angeschnitten, ein Holzgerüst angekokelt. Beides ist inzwischen nicht mehr da, das Gerüst wurde durch eine Metallkonstruktion ersetzt.

Heute sieht der Platz recht sauber aus. Allerdings ist er so groß, dass die einzelnen Spielgeräte fast verloren darauf wirken. Eva Maria Lang wünscht sich deshalb noch mindestens ein neues Spielgerät für die Niederräder Kinder. Der „Platz für eine große geschwungene Rutsche“ wäre auf jeden Fall da, sagt Lang. Auch einen Wasserspielplatz würde sich dort gut machen, findet sie.

Nach dem Haardtwaldplatz schaute sich Lang noch die Spielplätze auf dem August-Belz-Platz, in der Rudolf-Menzer-Anlage, im Carl-von-Weinberg- und Elly-Lucht-Park sowie im Licht- und Luftbad an. Ihr Fazit nach dem Spielplatz-Check: Der Großteil der Spielplätze ist in einem recht ordentlichen Zustand. Allerdings fehlt es an Highlights wie einem Wasserspielplatz oder einer großen Rutsche.

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