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Frankfurt-Nieder-Erlenbach Extrem heimatverbunden

Der Christdemokrat Yannick Schwander ist der neue Ortsvorsteher von Nieder-Erlenbach. Er ist mit 28 Jahren der jüngste Ortsvorsteher der Stadt. Aber trotz seines Alters hat er schon einige Erfahrung.

Mit 28 Jahren ist der Nieder-Erlenbacher Frankfurts jüngster Ortsvorsteher. Foto: peter-juelich.com

Nieder-Erlenbach hat einen neuen Ortsvorsteher. Einstimmig hat der Ortsbeirat 13 Yannick Schwander (CDU) am Dienstagabend in das Amt gewählt. Schwander war zuvor fünf Jahre lang Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Ortsbeirat gewesen, einen Gegenkandidaten hatte er bei der Wahl nicht. Sie war nötig geworden, weil Matthias Mehl, ebenfalls CDU, vor sieben Wochen überraschend zum ehrenamtlichen Stadtrat ernannt wurde und damit nicht mehr Ortsvorsteher sein durfte.

Damit hat der rund 4600 Einwohner zählende Ortsbezirk nun den jüngsten Ortsvorsteher der Stadt. Schwander ist im Mai 28 Jahre alt geworden. Er lebt seit seiner Geburt in Nieder-Erlenbach, hat dort viele Jahre bei der Turn- und Sportgemeinschaft 1888 Fußball gespielt, engagiert sich im Karnevalsverein des Stadtteils. Er selbst sagt, seine Heimatverbundenheit sei „extrem“. Dass der wachsende Stadtteil seinen „dörflichen Charakter“ wahre, das ist für ihn die größte Herausforderung für Nieder-Erlenbach in den kommenden Jahren.

Mehr als 1000 Menschen sollen in die geplanten neuen Wohngebiete „Südlich des Riedstegs“ und „Westrand“ ziehen. Außerdem werden in einigen Monaten etwa 60 Flüchtlinge an der Mecklenburger Straße unterkommen. Bei einer Ortsbeiratssitzung im Mai fürchteten zahlreiche Bürger wegen der Flüchtlinge um ihre Sicherheit. Schwander betont dazu: „Ich glaube, dass wir in Nieder-Erlenbach eine tolle Gemeinschaft haben und dass wir das schaffen können.“ Als Ortsvorsteher wolle er konstruktiv mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Schwander trat im Jahr 2007 in die CDU ein, im gleichen Jahr machte er sein Abitur an der Otto-Hahn-Schule. Danach folgte ein Studium der Politikwissenschaft an der Goethe-Universität. 2011 wurde er in den Ortsbeirat gewählt und übernahm dort sogleich den CDU-Fraktionsvorsitz. Zudem engagiert sich Schwander in der Jungen Union, seit dem vergangenen Jahr ist er Bezirksvorsitzender der CDU-Jugendorganisation im Rhein-Main-Gebiet. Seinen Lebensunterhalt verdient der CDU-Politiker als Pressesprecher der Stadt Bad Vilbel.

Sein Amtsvorgänger hinterlasse „sehr große Fußstapfen“, sagte Schwander am Dienstag nach seiner Wahl. Zuvor war Matthias Mehl vom Ortsbeirat verabschiedet worden, dem er seit 19 Jahren angehörte, zehn Jahre davon als Ortsvorsteher. Nach einer so langen Zeit könne er „mal einen Schnitt machen“, sagte der 48-Jährige Landwirt. Als ehrenamtlicher Stadtrat werde er sich weiter für die Stadtteile im Frankfurter Norden und speziell für kleine Betriebe und die Landwirtschaft einsetzen. Seinem Nachfolger entgegnete er: „Du musst ja nicht in meine Fußstapfen treten. Du kannst auch daneben treten, dann läuft es sich besser.“

Für Mehl rückte Ingrid Reitzammer in den Ortsbeirat 13 nach, die Kinderbeauftragte des Stadtteils. Sie hat auch den Fraktionsvorsitz übernommen.

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