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Frankfurt meets Davos Feldmann kritisiert Ungleichheit

Oberbürgermeister Peter Feldmann tritt beim traditionellen Empfang "Frankfurt meets Davos" auf dem Weltwirtschaftsgipfel als Hauptredner auf. In seiner Rede warnt der OB vor der wachsenden sozialen Spaltung in Frankfurt und global.

Oberbürgermeister Peter Feldmann ist auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos aufgetreten. (Archivbild) Foto: Christoph Boeckheler

Bei seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsgipfel im schweizerischen Davos hat OB Peter Feldmann (SPD) vor der wachsenden sozialen Spaltung in Frankfurt und global gewarnt. Der Sozialdemokrat sprach am Donnerstagabend beim traditionellen Empfang „Frankfurt meets Davos“, zu dem mehrere Hundert Gäste aus Wirtschaft und Politik erwartet wurden.

„Nicht alle Frankfurter leben auf der Sonnenseite des Lebens“, sagte der Oberbürgermeister gemäß einer vorab von der Stadt verbreiteten Meldung. Bereits 21,9 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in der Stadt lebten in Haushalten, die Sozialhilfe bezögen. Das ist weit mehr als im hessischen (14,8 Prozent) und im Bundesdurchschnitt (15,4 Prozent).

Frankfurt sei zudem bundesweit die Stadt, in der die Bevölkerung den höchsten Anteil ihres Einkommens für die Miete ausgeben müsse.

Der OB rief die Politik zu Anstrengungen auf, „die breiter werdende soziale Kluft in Frankfurt zu überbrücken“. Er wisse, dass dieser Appell angesichts von Rekorden bei der Gewerbesteuereinnahme und dem Besuch von Touristen in Frankfurt „unpopulär“ sei, sagte der Oberbürgermeister.

Feldmann äußerte sich auch zu der Verteilung von Vermögen weltweit. Die reichsten 62 Personen der Erde besäßen 1,76 Billionen Dollar zusammen – so viel wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Diese Ungleichheit nannte der Sozialdemokrat einen Skandal.

Die „extreme Konzentration“ von Vermögen sei schädlich. Wirtschaftliches Wachstum müsse sozial gestaltet werden.

Zweiter Hauptredner beim Empfang „Frankfurt meets Davos“, den die frühere OB Petra Roth (CDU) etabliert hatte, war der neue Vorstandsvorsitzende der Deutsche Börse AG in Frankfurt, Carsten Kengeter. (jg )

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