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Frankfurt May-Viertel Längerer Tunnel über die A661 gefordert

Stadtteilpolitiker fordern Verbesserungen für das geplante Ernst-May-Viertel. So soll die Autobahn A661 über mehr als nur 400 Meter eingehaust werden.

Die Stadt Frankfurt möchte die Autobahn A661 für das geplante Ernst-May-Viertel nur über 400 Meter einhausen. Foto: Peter Jülich

Der für Bornheim und das Ostend zuständige Ortsbeirat 4 hat den ersten Plänen des Magistrats zum geplanten Ernst-May-Viertel und der Atterberry-Ost- Siedlung mehrheitlich zugestimmt. Das Gremium verabschiedete in seiner Sitzung am Dienstagabend jedoch mehrere Anträge, die die Stadt bei der weiteren Bearbeitung berücksichtigen soll.

Nach Ansicht des Ortsbeirats ist das Ansinnen der Stadt, die Autobahn A661 für das May-Viertel auf einer Länge von 400 Metern einzuhausen, nicht ausreichend. Die SPD im 4er spricht sich für eine komplette Einhausung aus. Das habe der Planungsbeirat bereits 2011 beschlossen, sagte SPD-Chef Darius Shafiei. Die „Wunde zwischen Seckbach und Bornheim“ müsse komplett geschlossen werden.

Auch CDU und Grüne halten 400 Meter für unzureichend. Für eine Volleinhausung werde sich wegen der enormen Kosten aber keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung finden lassen, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Martin Ried. „Wir müssen zwischen Notwendigem und Wünschenswertem unterscheiden.“ Gemeinsam mit der CDU forderten die Grünen, die A661 ab einer Entfernung von rund 150 Metern südlich der Friedberger Landstraße einzuhausen.

Die Linke sprach sich für eine komplette Einhausung mit einer Filteranlage aus. Allerdings sei es derzeit noch zu früh, diese zu fordern, sagte Volker Marx (Linke), da noch unklar sei, auf wie viele Spuren der Bund die Autobahn ausbauen werde – dadurch könnten sich die Kosten verändern. Nach Ansicht des Grünen-Stadtverordneten Wolfgang Siefert ist eine Volleinhausung nicht nötig, da dadurch überflüssigerweise die Blumengroßmarkthalle geschützt werde. Auch für Atterberry-Ost sei die Einhausung nicht erforderlich. Der östlich des Bodenwegs geplante Bau sei als Lärmschutzriegel für das Quartier New Atterberry geplant.

30 Prozent geförderter Wohnraum

Während die Linke den Riegel direkt an der Autobahn prinzipiell als unmenschlich ablehnt, sehen SPD und Grüne Möglichkeiten, diesen attraktiv zu gestalten. „Man kann das Gebäude so bauen, dass man nichts von der Autobahn merkt“, sagte Shafiei. Wenn es ums Wohnen gehe, dürfe es keine Tabus geben, „wo gebaut wird und wie hoch“.

Die direkt an der A661 vorgesehene Bebauung muss einer gemeinsamen Vorlage von SPD, CDU und Grünen folgend etwa mindestens 30 Prozent geförderten Wohnraum beinhalten. Auch sollen die Gebäude höchstens zehn Meter hoch werden. Ein – wie von der Stadt geplant – sechsgeschossiges Gebäude sei zu hoch und massiv, sagte Ried. Die Politiker wollen einen Architekturwettbewerb. Zudem sprach sich der Ortsbeirat mehrheitlich dafür aus, dass in Atterberry-Ost eine Jugendeinrichtung eingeplant werden müsse.

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