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Frankfurt Legionellen in vier Turnhallen entdeckt

Weil gefährliche Bakterien gefunden wurden, schließt das Frankfurter Gesundheitsamt die Duschräume von vier Schulturnhallen.

Leitungswasser
Wenn Leitungswasser nicht ordentlich zirkuliert, wird es gefährlich. Foto: Lukas Schulze (dpa)

Wenn das Leitungswasser nicht ordentlich zirkuliert, besteht die Gefahr, dass sich ein Biofilm bildet, in dem sich Legionellen niederlassen und fleißig vermehren. Wie die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts, Ursel Heudorf, am Donnerstag bestätigte, sind derzeit die Duschräume von vier Schulturnhallen geschlossen. Dort darf erst dann wieder geduscht werden, wenn die Legionellen, die eine schwere Lungenentzündung auslösen können, verschwunden sind.

Eine Sanierung bedeutet, Wasser von mehr als 70 Grad durch die Leitungen zu pumpen. Eine solche Temperatur überleben die Keime nicht. Dass die Verseuchung durch Legionellen etwas mit dem Wetter und der Hitze zu tun haben könnte, bestreitet Heudorf: Die Warmwassersysteme seien auch im Winter warm.

Inzwischen gebe es dezentrale Warmwassersysteme, in denen Legionellen keine Chance hätten – also etwa für jede einzelne Dusche eine Art Boiler, Das Gesundheitsamt führt seit 1996 regelmäßige Kontrollen in Turnhallen durch. Anlass war damals der Verdacht, dass ein Schüler an einer Legionellose erkrankt sein könnte. Die Behörde ist auf der Legionellen-Suche aber nicht nur in 180 Schulturnhallen, sondern auch in Krankenhäusern, Altenheimen, Schwimmbädern und Hotels unterwegs. Dabei würden in den Turnhallen meist die schlechtesten Werte gemessen. Es habe schon Sommer mit mehr als vier Schließungen gegeben. 

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