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Frankfurt Kleinmarkthalle nach Brand geschlossen

Die beiden Feuer in Kleinmarkthalle und Rebstockbad in Frankfurt bleiben nicht ohne Folgen. Die Kleinmarkthalle bleibt zu, ebenso die Sauna des Rebstockbads.

Kleinmarkthalle
Rarität: Die Türen der Kleinmarkthalle sind an einem Werktag geschlossen und die Kunden wundern sich. Foto: Christoph Boeckheler

Quasi im Sekundentakt stehen am Dienstagmittag Menschen vor der Kleinmarkthalle und stutzen. Denn die Rollgitter der Markthalle sind unten. „Wegen eines technischen Defekts ist heute geschlossen“, verrät ein Zettel an der Eingangsfront lapidar. Ein Mann schaut etwas ratlos auf seine Einkaufsliste. Ein anderer war extra aus der Wetterau gekommen, um Pilze der Sorte Krause Glucke zu kaufen.

Hinter dem technischen Defekt verbirgt sich ein Brand, der kurz nach 20 Uhr am Montagabend im Keller des Gebäudes im Bereich einer Kühlanlage ausgebrochen war. Die Feuerwehr hatte ihn zwar schnell im Griff. Allerdings war die Rauchentwicklung beträchtlich. Die ausgelegten Lebensmittel mussten entsorgt werden, und der Geruch des Qualms hätte den Betrieb auch am Mittwoch noch beeinträchtigt.

Daher und damit die Brandermittler der Polizei in Ruhe ihre Arbeit machen können, entschied das Management für Hafen und Markt (HFM), die Halle am Dienstag nicht zu öffnen. Ein wahrlich nicht alltäglicher Vorgang für die traditionsreiche Markthalle in der Innenstadt. „In den sechseinhalb Jahren, die ich hier arbeite, gab es das noch nie“, verriet HFM-Sprecherin Bianka Winkel. Traurig darüber waren nicht nur die verhinderten Kunden, sondern auch die über 60 Händler in der Markthalle, die am Dienstag unverhofft frei hatten. „Hier freut sich niemand, dass geschlossen ist“, so Winkel zu den Umsatzeinbußen.

Dreieinhalb Stunden vor dem Brand in der Kleinmarkthalle war auch im Rebstockbad ein Feuer ausgebrochen. Der Grund dafür war ein Schwelbrand in einem Verteilerschrank im Technikbereich der Sauna. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten einen Stromschlag und blieb aus Sicherheitsgründen 24 Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus, wie die Feuerwehr mitteilte.

Der Saunabereich musste nach dem Brand evakuiert werden. Für die Badegäste bestand zwar keine Gefahr, und es wurde niemand verletzt, allerdings war die Stromversorgung ausgefallen, weswegen das Saunieren auch keinen Sinn mehr machte.

Auch das Kassensystem des Schwimmbads fiel aus, konnte aber nach dem Einsatz einer eigens beauftragten Firma wieder in Gang gesetzt werden, wie die stellvertretende Geschäftsführerin der Bäderbetriebe, Brigitte Tilly, auf Nachfrage mitteilte.

Anders als die Kleinmarkthalle, die heute wieder öffnen soll, wird der Saunabereich des Rebstockbads noch ein paar Tage geschlossen bleiben müssen. „Die Elektrik muss erst wiederhergestellt werden“, so Tilly.

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