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Frankfurt Kindertagesstätten Kitas ade

Dezernentin Sarah Sorge eröffnet eine neue Einrichtung auf dem Riedberg – vermutlich ihre letzte.

Eröffnung der Kindertagesstätte Schatzinsel am Riedberg. Foto: Alex Kraus

Es könnte ihre letzte Kita-Eröffnung sein. Das weiß auch Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne), als sie am Montagmittag in der neuen Kita Schatzinsel auf dem Riedberg ankommt. Denn Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hatte jüngst verkündet, dass künftig der neue Stadtrat Jan Schneider (CDU) unter anderem für den Kita-Bau zuständig sein soll. Zu Grundsteinlegungen, Richtfesten und Eröffnungen von Kitas – dazu würde dann der Christdemokrat tingeln. „Da es möglicherweise die vorerst letzte Kita-Eröffnung für mich sein könnte, ist sie für mich von persönlicher Bedeutung“, sagt die Dezernentin. „Allerdings warte auch ich immer noch auf eine Entscheidung des OB.“

Im stillen OB-Kämmerlein

Denn welche Zuständigkeiten Feldmann der Bildungsdezernentin genau entziehen wird, will er in dieser Woche bekanntgeben. Ob sie lediglich den Eigenbetrieb Kita Frankfurt abgeben muss, die Zuständigkeit für den Neubau von Kitas oder die Verantwortung für alle Betreuungseinrichtungen. „Er brütet seine Entscheidung im stillen OB-Kämmerlein aus, ohne dass er sich fachlichen Rat hinzuzieht“, kritisiert Sorge. Für sie sei ein Auseinanderreißen der Bereiche Schule und Kita falsch, denn „Betreuung und Schule gehören zusammen gedacht“.

Betreuung nach der Schule ist nun zumindest in der Kita Schatzinsel an der Christiane-Vulpius-Straße gesichert. Drei Hortgruppen mit insgesamt 60 Plätzen haben in dem zweigeschossigen Holzbau in Passivhausbauweise Platz, zudem werden zwei Kindergartengruppen mit 42 Plätzen betreut. Im Mai bereits zog der Hort ein, nachdem er vier Jahre lang in einer Pavillonanlage untergebracht worden war. „Nun sind wir endlich angekommen“, freut sich Kita-Leiter Harald Bedenk. „Auch wenn wir am Anfang noch viel von den Bauarbeiten mitbekamen, die Küche noch nicht fertig war, die Elektriker noch arbeiteten.“

Herzstück ist der „Dorfplatz

Inzwischen ist fast alles hergerichtet. Zentrales Herzstück ist der „Dorfplatz“ in der Mitte des Gebäudes, um ihn herum sind windmühlenartig Gruppenräume, Küche, Büro, Mehrzweck- und Integrationsräume angeordnet. Auf dem Außengelände warten Kletterwand, Ballspielplatz und Matschanlage auf die Kinder, im ersten Geschoss befinden sich weit“ in der Mitte des Gebäudes, um ihn herum sind windmühlenartig Gruppenräume, Küche, Büro, Mehrzweck- und Integrationsräume angeordnet. Auf dem Außengelände warten Kletterwand, Ballspielplatz und Matschanlage auf die Kinder, im ersten Geschoss befinden sich weitere Gruppen- und Werkräume, Elternzimmer und Personalräume.

Träger der Einrichtung ist der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern, der aktuell 64 Kindertageseinrichtungen in Frankfurt betreibt. Geschäftsführer Michael Burbach freut sich nicht nur, bei einer weiteren Eröffnung anwesend zu sein. Er nutzt auch die Gelegenheit, um sich in die aktuelle Diskussion um Dezernentenzuständigkeiten einzuschalten. Denn er vermisst bei der Debatte immer einen Aspekt: „Es wird nie erwähnt, dass der gesamte Ausbau an Kitaplätzen in den vergangenen Jahren zu 90 Prozent von freien Trägern geleistet wurde“, sagt Burbach. Die Stadt würde zwar unterstützen, aber eben kaum selber bauen.

Für Sorge ist klar, dass der „Kraftakt Kita-Ausbau ohne die freien Träger nicht geschafft werden kann“. Sie hofft nun, dass ein mögliches Auseinanderreißen der Zuständigkeiten für städtische und freie Träger „weder in den Einrichtungen noch bei den Trägern selber zu spüren sein wird“.

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