Lade Inhalte...

Frankfurt Junges Europa

Jugendliche simulieren Arbeit des Europäischen Parlaments. Debattiert wird in Englisch und bei vielen gibt es große Begeisterung für die Europäische Union.

Jugendliche diskutieren über die Zukunft Europas.

Etwa 150 Jugendliche sitzen in langen Tischreihen im Großen Saal des Dominikanerklosters, manche von ihnen halten Schilder mit kryptischen Abkürzungen in die Luft, auf denen „ECON I“ oder „CULT“ zu lesen ist. Die 15- bis 19-Jährigen sind Teilnehmer der Regionalen Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments, eines Jugendwettbewerbes des Vereins Europäisches Jugendparlament Deutschland e.V., der am Wochenende in den Räumlichkeiten des Dominikanerklosters stattgefunden hat. Unter dem Oberthema „Europäische Finanz- und Währungspolitik“ sind Delegationen aus elf Schulen sowie einige europäische Gäste zusammengekommen, um in einer Simulation die Arbeit des Europäischen Parlaments nachzuempfinden und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren. Amtssprache an diesem Wochenende ist, wie auf dem Parkett der Europäischen Union üblich, Englisch.

In neun verschiedenen Ausschüssen haben sich die Schüler in Arbeitsgruppen zuvor mit verschiedenen aktuellen Fragestellungen auseinandergesetzt und ihre Lösungsideen in einer Resolution zusammengefasst. Diese gemeinsam erarbeiteten Resolutionen, beispielsweise des „Commitee on economic and monetary affairs“ (ECON I) oder des „Commitee for culture and education“ (CULT), werden dabei im Konsensprinzip getroffen, Mehrheitsabstimmungen seien nicht vorgesehen, erklärt Laura Libera, Vorstandsmitglied des Vereins Europäisches Jugendparlament Deutschland. Anschließend werden sämtliche Resolutionen in der parlamentarischen Vollversammlung vorgestellt, debattiert und letztlich von einer Jury bewertet. Die Sieger qualifizieren sich für die im Juni in Wiesbaden stattfindende nationale Auswahlsitzung, bei der wiederum zwei Delegationen gewählt werden, die die Bundesrepublik auf den kommenden internationalen Sitzungen des „European Youth Parliament“ in Tiflis und Vilnius vertreten werden.

Janis Fifka, stellvertretender Vorsitzender des Vereins und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, betont, dass mit der Idee des Europäischen Jugendparlaments den Schülern die Möglichkeit geboten wird, sich vorzustellen wie es wäre, wenn sie selbst die Politik der Europäischen Union gestalten könnten. Ziel sei darüber hinaus aber auch, „den interkulturellen Austausch in Europa und Deutschland zu fördern“ und eine Plattform für politische Debatten herzustellen, so Fifka weiter.

Angesichts des großen Interesses der Teilnehmer freut sich auch Tim Riedel, Mitglied des Organisationsteams, dass sich in Zeiten, in denen das Projekt Europäische Union gerade von älteren Bevölkerungsschichten an Ansehen verliere, „bei vielen Jugendlichen eine Begeisterung für die Werte und Ideen der EU“ feststellen ließe.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) lobte in seinem Grußwort das politische Interesse der Jugendlichen. Er begrüße es, dass diese sich mit der Politik der EU vertraut machen, da diese in verschiedenen Facetten unser alltägliches Leben berühre.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum