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Frankfurt-Höchst Vorkämpferin für Frauenrechte

Die Senioreninitiative ehrt Meta Quarck-Hammerschlag mit einer Gedenkplakette am Dalberger Haus. Die Höchsterin war 1919 Frankfurts erste Stadträtin.

Das Dalberger Haus in der Höchster Altstadt soll eine Gedenkplakette erhalten. Foto: Rolf Oeser

Die Frauenrechtlerin Meta Quarck-Hammerschlag (1864-1954) erhält eine Gedenkplakette am Dalberger Haus, an der Bolongarostraße. Dort ist Frankfurts erste Stadträtin (1919) aufgewachsen.

Es waren prägende Jahre. Die Tochter eines erfolgreichen Gelatine-Fabrikanten, hat die Arbeiter ihres Vaters täglich gesehen, die Fabrik lag im Hinterhof, dort, wo heute das Hallenbad zu finden ist. Meta Quarck-Hammerschlag hat das Elend armer Menschen hautnah erlebt und so frühzeitig eine starke soziale Haltung entwickelt.

Die Idee, eine Plakette am Gebäude anbringen zu lassen, kommt von der Senioreninitiative Höchst. Waltraud Beck ist eigens in die Sitzung des Ortsbeirats 6 geeilt, um für Unterstützung zu werben. Die Eigentümerin des Dalberger Hauses, die Firma Terra Immobilien, habe bereits Zustimmung signalisiert, sagt Beck. Die Denkmalpflege habe die Initiative ebenfalls angeschrieben. Von dort steht die Antwort noch aus.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dort Einwände gibt“, sagt Beck. Die Initiative hat sich bei der Gestaltung der Plakette an der Tafel orientiert, die am östlichen Pavillon des Bolongaropalasts hängt. Die weist darauf hin, dass die Schauspielerin Rosemarie Fendel bis zu ihrem Tod 2013 in dem Pavillon gelebt hat.

Auch die Tafel für Quarck-Hammerschlag soll ungefähr Din-A-4-Größe haben, sagt Beck. Die Initiative würde die Plakette gerne am internationale Frauentag enthüllen, am Mittwoch, 8. März also, „vielleicht verbunden mit einem kleinen Fest“, sagt Beck. Der internationale Frauentag entstand um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Beides Punkte, für die sich Meta Quarck-Hammerschlag engagiert hat.

Die Plakette kostet etwa 700 Euro. Die Senioreninitiative Höchst will sie über Spenden finanzieren. Die AWO hat bereits angekündigt, sich zu beteiligen – immerhin gehört Quarck-Hammerschlag zu den Gründerinnen des Frankfurter Ableger des Verbands.

Auch der Ortsbeirat 6 beteiligt sich an der Finanzierung. Spontan hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag der SPD umgedichtet zu einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen. Demnach wird der Ortsbeirat 500 Euro aus seinem eigenen Budget für die Plakette zur Verfügung stellen.

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