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„Frankfurt hilft“ Weiterhin Hilfe für Flüchtlinge

Die zunächst für zwei Jahre geförderte Koordinierungsstelle „Frankfurt hilft“ setzt ihre Arbeit noch mindestens ein Jahr lang fort.

Deutschunterricht
Besonders viel Bedarf an Helferinnen und Helfern gibt es im Bereich der Deutschförderung. Andreas Arnold Foto: Andreas Arnold

Frankfurt hilft geflüchteten Menschen – und kann dies auch künftig weiter tun. Die zunächst für zwei Jahre geförderte Koordinierungsstelle „Frankfurt hilft“ für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit führt ihre Vermittlungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungstätigkeit für mindestens ein weiteres Jahr fort. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Roland Kaehlbrandt, sagten am Donnerstag, „Frankfurt hilft“ werde so lange gefördert wie nötig – vorerst habe man nun mit den neun weiteren beteiligten Stiftungen die Finanzierung für ein drittes Projektjahr beschlossen. Das Sozialdezernat gibt 50 000 Euro jährlich, zehn Frankfurter Stiftungen zusammen 150 000 Euro.

„Wenn es die Ehrenamtlichen nicht gäbe, würde es nur den wenigsten Flüchtlingen gelingen, Kontakt zur Frankfurter Bevölkerung aufzunehmen“, sagte Birkenfeld. Geflüchtete bräuchten „nach wie vor ganz viel Unterstützung, um hier Fuß zu fassen“. Dies sei nur mit Hilfe Ehrenamtlicher möglich, die ihrerseits von „Frankfurt hilft“ geschult, an passende Projekte vermittelt und untereinander vernetzt werden. Roland Kaehlbrandt ergänzte, die Stiftungen hätten sich Anfang 2015 binnen kürzester Zeit bereit erklärt, das Projekt zu unterstützen – sodass die Frankfurt-hilft-Koordinatorinnen Anita Heise und Dilek Akkaya im Juni 2015 ihre Arbeit beginnen und diese zum Höhepunkt des Flüchtlingszuzugs im September 2015 der Öffentlichkeit vorstellen konnten.

Damals sei man „in einer sehr bewegten Phase gestartet“, blickte Akkaya zurück auf den Herbst 2015. Seither hätten sie und ihre Kollegin rund 250 persönliche Beratungsgespräche geführt, 50 Informations- und Fortbildungsveranstaltungen mit rund 1400 Teilnehmern organisiert und etwa 145 000 Zugriffe auf die Online-Plattform verzeichnet. Dort präsentiert die Anlaufstelle seit Kurzem einen Imagefilm und stellt Initiativen und Engagierte in Interviews vor. „Wir haben uns vorgenommen, mehr Geschichten des Gelingens zu vermitteln“, sagte Heise. Auch um neue Engagierte zu gewinnen, denn „der Bedarf an Ehrenamtlichen ist riesig in Frankfurt“.

Kontinuierlich erreichten die Koordinatorinnen, die selbst keine Projekte anbieten, sondern sich als Dienstleisterinnen der Initiativen sehen, Dutzende Ehrenamtsgesuche.
Besonders hohen Bedarf gebe es noch immer im Bereich der Deutschförderung – etwa zum Unterrichten, in Sprachtandems oder bei der vor allem tagsüber benötigten Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung für Kinder und Jugendliche. Auch Patenschaften und die Alltagsbegleitung einzelner Personen seien ein großes Thema, aber auch für Organisations- und Koordinierungsaufgaben suchten manche Projekte helfende Hände. „Der Zeitpunkt, in die Flüchtlingsarbeit einzusteigen, war nie besser“, betonte Heise. Im Stadtgebiet gebe es heute mehr als 80 ehrenamtliche Flüchtlingsprojekte, darunter allein 16 Stadtteilinitiativen und rund 40 Deutschförderangebote.

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