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Frankfurt Greenpeace demonstriert für mehr Radwege

„Städte für Menschen, nicht für Autos!“: Am Samstag wollen Umweltschützer in der Frankfurter Innenstadt für mehr und sicherere Radwege auf die Straße gehen.

Demo gegen Flächenverbrauch durch den Autoverkehr
Demo in Berlin gegen den enormen Flächenverbrauch durch den Autoverkehr. Foto: afp

Demo für gerechtere Verteilung des Straßenraums: Den enormen Platzbedarf von Autos in der Stadt will Greenpeace bei einer Aktion durch sogenannte Gehzeuge verdeutlichen. Mit umgehängten Holzrahmen in den Maßen eines durchschnittlichen Mittelklassewagens laufen die Umweltschützer ab 14 Uhr vom Paulsplatz über die Berliner Straße bis zur Konstabler Wache.  

Laut Greenpeace besetzen fahrende und stehende Autos den Großteil des städtischen Straßenraums. In Berlin sind dies beispielsweise 60 Prozent - während Radfahrern lediglich drei Prozent der Fläche zur Verfügung steht. Ein parkendes Auto beanspruche etwa so viel Platz wie zehn Fahrräder. „Autos sind die rücksichtsloseste Art, sich in der Stadt fortzubewegen“, sagt Otto Gebhardt von Greenpeace-Frankfurt.

Ein höherer Anteil an Radfahrern könne den städtischen Verkehr sicherer machen, so die Umweltschützer. Doch dafür braue es gut ausgebaute Radwege. Als Beispiele verweist Greenpeace auf Städte wie Amsterdam und Kopenhagen. Dort legen die Bewohner etwa ein Drittel ihrer Wege mit dem Rad zurück. Gleichzeitig gebe es dort die wenigsten Radunfälle im Vergleich zu anderen europäischen Städten: Auf 10.000 zurückgelegte Wegstrecken kämen zwölf beziehungsweise sieben Unfälle. In Berlin mit einem Radanteil von lediglich 13 Prozent kommt es weit häufiger zu Unfällen: Innerhalb von 10.000 mit dem Rad zurückgelegten Wegen kommt die Studie auf 14,3 Unfälle. „Gut ausgebaute Radwege machen den Straßenverkehr sicherer“, so Otto Gebhardt. „Auch Frankfurt muss bei der Radinfrastruktur endlich aufholen. In einer wachsenden Stadt kann das nur gelingen, wenn Straßen gerechter aufgeteilt werden.“ 

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