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Frankfurt Festnahmen nach Schießerei

Nach einer Schießerei durchsuchte die Polizei das "Haus 55", ein Bordell im Frankfurter Bahnhofsviertel. Die Bahnhofsviertelnacht fand dennoch statt.

Polizisten stehen am Tatort. Foto: Andreas Arnold

Vor einem Bordell an der Elbestraße sind am Donnerstagnachmittag Schüsse gefallen. Ein Mann kam mit einer Verletzung am Arm ins Krankenhaus, Lebensgefahr besteht nicht. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach dem Täter. In der Nacht zum Freitag sind mehrere Verdächtige festgenommen worden. Konkrete Hinweise auf einen Täter gebe es aber noch nicht.

Ein Zeuge hatte gegen 16.20 Uhr den Notruf gewählt und von den Schüssen vor dem „Haus 55 “ an der Elbestraße berichtet. Ein verletzter Mann sei in ein Auto gezerrt worden. Die Polizisten rückten daraufhin ins Bahnhofsviertel aus und fanden auf der Straße vor dem Bordell vier Patronenhülsen. Sodann sperrten die Beamten die Elbestraße zwischen Taunus- und Niddastraße und riefen das Sondereinsatzkommando.

Die Experten für Geiselnahmen waren wenige Minuten später am Tatort und durchsuchten das Haus. Dort trafen sie auf etwa 15 Personen – vorwiegend Prostituierte, die in dem Bordell arbeiten. Sie wurden ins Polizeipräsidium gebracht. „Diese Leute sind aber alle nur mögliche Zeugen, sie sind keine Verdächtigen“, sagte Polizeisprecher Jürgen Linker am Abend.

Unterdessen stellte sich in der Ambulanz der Uni-Klinik ein Mann mit einer Schussverletzung am Arm vor. Dabei dürfte es sich um das Opfer der Schießerei im Bahnhofsviertel handeln. Zu seiner Identität sagte die Polizei am Donnerstagabend nichts.

In der Nähe des Tatorts nahmen die Ermittler ein Pärchen fest, das in einem Auto mit Münchener Kennzeichen saß. Auch drei Männer, die in einem Wagen mit Mainzer Nummernschild unterwegs waren, wurden nach Berichten von Augenzeugen überwältigt und in Gewahrsam genommen. Ob jemand der Festgenommenen etwas mit der Schießerei zu tun hat, blieb unklar.

Trotz des Großeinsatzes begann um 19 Uhr die Bahnhofsviertelnacht. Die Sicherheit der Besucher sei nicht gefährdet, sagte Polizeisprecher Linker. In der Nähe des Geschehens sei von Beginn an kein Event geplant gewesen. "So schrecklich es ist, es wiederholt sich auch nicht zweimal hintereinander", erklärt Nikolaus Münster, Chef des Frankfurter Presse- und Informationsamtes.

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