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Frankfurt Drohungen gegen Juden

Anonymer Anruf bei einem Frankfurter Rabbiner: Ein Unbekannter droht am Telefon damit, 30 Frankfurter Juden zu ermorden, sollte seiner Familie im Gaza etwas passieren. Der Zentralrats der Juden in Deutschland nimmt den Vorfall sehr ernst.

29.07.2014 07:29
Dieter Graumann, Vorsitzender des Zentralsrats der Juden, spricht auf einer Pro-Israel-Demonstration auf dem Opernplatz in Frankfurt am 17. Juli 2014. Die Polizei musste die Veranstaltung mit hohem Aufgebot absichern. Foto: dpa

Ein Unbekannter hat einem Frankfurter Rabbiner damit gedroht, in der Stadt lebende Juden zu ermorden. Wie Dieter Graumann, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Frankfurter Rundschau sagte, habe der Mann den Geistlichen am vergangenen Freitag angerufen und sich als Palästinenser mit Angehörigen im Gazastreifen ausgegeben. Der Mann habe gesagt, „wenn seiner Familie etwas passiere, dann werde er 30 Frankfurter Juden als Vergeltung umbringen“, sagte Graumann. Der Mann nahm dabei offenbar Bezug auf die aktuellen Luftangriffe der israelischen Armee auf den Gazastreifen.

Eine solch konkrete Bedrohung habe es bisher nicht gegeben, sagte Graumann. Er nehme den Vorfall ernst und werte ihn als Hinweis darauf, „dass der Hass eine neue Qualität erreicht hat“. Die Jüdische Gemeinde stehe bereits in Kontakt mit der Polizei. Einen Hinweis auf die Identität des Anrufers gebe es nicht.

Seit der Eskalation im Nahen Osten waren auf israelfeindlichen Demonstrationen in mehreren deutschen Städten antisemitische Parolen gerufen worden. Beobachter warnen seitdem vor wachsendem Judenhass. (han)

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