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Frankfurt Doku zeigt Alltag im Klinikum Höchst

Vier Reporter waren 100 Tage lang im Klinikum Höchst unterwegs. Entstanden ist eine Dokumentation in vier Folgen, die den Arbeitsalltag zeigt.

Arzt- und Krankenhaus-Serien gab und gibt es im Fernsehen immer wieder mal. Ihr Bezug zur Realität mag dahingestellt bleiben. Am nächsten Dienstag strahlt Kabel eins eine Dokumentation mit vier Folgen aus, die absolut authentisch sein dürfte: 100 Tage lang durften sich vier Reporter im städtischen Krankenhaus in Höchst umsehen und zwar in allen Bereichen und Stationen.

So werden der Verwalter des Zentrallagers, die Reinigungskraft, die den Operationssaal reinigt, zu sehen sein. Hebammen, Pflegekräfte, Oberärzte – sie alle werden bei der Arbeit gezeigt, so dass Stress und Zeitdruck, aber auch das große Engagement sichtbar werden. Die Geschäftsführerin des Klinikums, Dorothea Dreizehnter, lobte diesen „Blick hinter die Kulissen“ abschließend mit den Worten: „Die Dokumentation stellt diejenigen in den Mittelpunkt, die eine Klinik am Laufen halten, nämlich die Mitarbeiter selbst.“

Der 23-jährige Pflegeschüler Alessandro Nappi ist im Krankenhaus für seine gute Laune bekannt. Der Pflegeberuf füllt ihn aus, so dass er ihn „ein Leben lang“ ausüben möchte. Aber er sagt auch: „Zeitdruck ist ein großes Thema hier. Man ist bei jemandem im Zimmer, dann klingeln schon wieder drei andere.“ Tino Bastian, Oberarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, vergleicht seinen Dienst mit einem Marathon-Wettkampf: Ständig müsse er voll konzentriert sein, „alle Anforderungen meistern“ und nicht nur mit einer hohen Arbeitsbelastung, sondern auch mit der Verantwortung leben, dass schon ein kleiner Fehler für den Patienten tödlich sein kann. Das Kamera-Team sei „krankenhauserfahren“ gewesen und habe „keinen Augenblick“ gestört, erklärte der Chefarzt der Orthopädie, Wolfgang Daecke. Und Elke Simmons, Leiterin der Wochenstationen am Klinikum Höchst meinte sogar: „Lustig war es und angenehm.“ Ihr sei wichtig gewesen, den Alltag in der Pflege darzustellen – „gerade weil der Stellenwert der Pflege in den Kliniken unbedingt neu überdacht werden muss“.

Warum die Wahl auf Höchst fiel, erklärt Florian Falkenstein von Kabel eins so: Man habe unbedingt in einem Haus der Maximalversorgung drehen wollen, das „die ganze Bandbreite an Abteilungen liefert, das ganze Leben sozusagen“, vom Frühchen bis zur Geriatrie. Dem Drehort Krankenhaus spricht Produzentin Bärbel Jacks eine „große Intensität“ zu. Es gehe um Leben und Tod und das wichtigste Gut des Menschen: Die Gesundheit.

 

 

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