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Frankfurt Das sind die Gewinner des Integrationspreises

Den Frankfurter Integrationspreis teilen sich in diesem Jahr InteGREATer, „Mentor“ und die GFFB. Was steckt hinter den Projekten?

Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Foto: Andreas Arnold

Und der Integrationspreis geht an: InteGREATer, Mentor – die Leselernhelfer und die GFFB. Am Montagabend verkündete Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) im Bildungs- und Integrationsausschuss die Preisträger, die für ihren Einsatz für das interkulturelle Miteinander in Frankfurt in diesem Jahr von der Stadt geehrt werden. Es seien tolle Projekte, bei denen Menschen zusammengebracht würden, sagte Weber.

Die Auszeichnung wird das 16. Mal vergeben, die Träger teilen sich das Preisgeld von 15 000 Euro. Das allererste Mal wird auch ein „Städtischer Preis für Flüchtlingshilfe“ verliehen. Die beiden ausgezeichneten Projekte – „Together“ von der Lebenshilfe sowie die Rainbow Refugees Frankfurt – erhalten ebenfalls jeweils 5000 Euro. Lobende Erwähnung findet die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes für die Schulung von Einzelvormündern für Frankfurter Kinder und des Vereins „Über den Tellerrand“. Die Auszeichnungen werden am 30. November im Kaisersaal übergeben.

InteGREATer Mehr als 200 „InteGREATer“, Menschen zwischen 18 und 32 Jahren mit Migrationshintergrund, sind in dem vor sieben Jahren in Frankfurt gegründeten Verein engagiert. Sie berichten in Schulen, Vereinen oder Kulturzentren über ihren erfolgreichen Bildungsweg, aber auch über Schwierigkeiten im deutschen Bildungssystem. Sie machen Mut und spornen andere junge Menschen an, ihrem Beispiel zu folgen.

Mentor – die Leselernhelfer Hessen Der in Frankfurt 2006 gegründete Verein bietet Leseförderung für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren an: Ein ehrenamtlicher Mentor trifft einen Schüler mindestens einmal die Woche für eine Stunde zum gemeinsamen Lesen und Sprechen.

Projekt „Handel im Wandel“ der GFFB Die gemeinnützige Gesellschaft bietet unter anderem berufsintegrierte Sprachförderung an. Während klassische Sprachkurse für Migranten meist auf den Aufbau allgemeinsprachlicher Kompetenz zielen, wird bei der GFFB Fach- und Sprachlernen verknüpft. So werden beim Projekt „Handel im Wandel“ Migranten auf die IHK-Prüfung mit dem Abschluss Verkäufer hin ausgebildet.

Projekt „Together“ der Lebenshilfe Frankfurt Der Verein unterstützt Menschen mit geistiger Behinderung jeden Alters, im Projekt „Together“ schult er Ehrenamtliche für die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen und deren Familien. Es wird etwa über Beratungsstellen und Therapeuten informiert, auch die Träger von Flüchtlingsunterkünften werden beraten.

Rainbow Refugees Frankfurt Die Gruppe „Rainbow Refugees“ unterstützt ehrenamtlich sexuelle Minderheiten unter den Flüchtlingen – also lesbische, schwule, bi- und intersexuelle oder queere Menschen (LGBTIQ). Etwa wenn sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert oder Opfer von Gewalt werden.

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