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Frankfurt-Bornheim Solidarität für die SG Bornheim

Die Zukunft des Sportplatzes der SG Bornheim ist ungewiss. Ab 2022 sollen hier Wohnungen stehen. Das Sportamt sucht eine alternative Fläche für die bedrohte Anlage.

Ein Turnier anlässlich der 70-Jahr-Feier im Oktober 2015. Foto: Rolf Oeser

Wenn es konkret wird, werden wir mit der SG Bornheim kämpfen“, sagt Georg Kemper, Leiter des Sportamts. Es werde eine Herausforderung, wohnortnah einen Alternativstandort für die Sportfläche zu finden. „Grund und Boden sind ein begehrtes und knappes Gut rund um Bornheim – und wir brauchen etwa 10 000 Quadratmetern für einen Sportplatz.“

Seit einigen Wochen ist die Zukunft des Sportplatzes der SG Bornheim ungewiss. Im April stellte der damalige Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) den Sachstand zum Ernst-May-Viertel vor, das bis zu 4000 Wohnungen und eine Vernetzung von Wasser-, Günthersburg- und Huthpark bringen soll. Eine der acht Siedlungen, Südlich der Seckbacher Landstraße, sieht 350 Wohnungen auf dem derzeitigen Sportplatzgelände der SG vor. Was mit der SG passiert, ist noch völlig unklar, zwischen den Planern des Viertels und dem Sportverein gab es bislang keinen Austausch.

„Es wäre schade und nicht nachvollziehbar, wenn der Platz weichen müsste“, sagt Kemper. Stadtweit kämpfe sein Amt dafür, im wachsenden Frankfurt auch Sportflächen zu generieren, „... und in Bornheim passiert möglicherweise das Gegenteil“, sagt er. Der Platz sei dicht und kompakt, 24 Mannschaften spielen dort, erst im vergangenen Jahr richtete das Sportamt ein Kleinfeld ein, um dem Bedarf gerecht zu werden.

Spielplatz soll erhalten bleiben

„Die SG macht sehr gute Arbeit“, sagt Kemper. Er könne aber die Ankündigung von Vorstandsmitglied Aron Seng in der FR verstehen, dass der Verein derzeit keine größeren Investitionen mehr plane. „Das macht beim jetzigen Stand keinen Sinn.“ Die CDU Frankfurt setzt sich deshalb dafür ein, dass geklärt werden müsse, „wie die notwendige Verlegung der bisherigen Sportflächen konkret aussehen soll“, so der planungspolitische Sprecher Nils Kößler. Er fordert eine Perspektive, damit die SG sich rechtzeitig vorbereiten kann.

Kößler betonte auch, dass der Abenteuerspielplatz Günthersburg im Nordend, der im Rahmen der Bebauung weichen soll, an seinem Standort erhalten bleiben soll. „Aus planerischer Sicht ist die Verlegung nicht zwingend nötig, zumal sich der Spielplatz am Rand des Plangebiets des Innovationsquartiers befindet.“

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