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Frankfurt-Bornheim Oasen für die Berger Straße

Um wieder mehr Menschen auf die Berger Straße zu locken, lässt der Gewerbeverein ein Konzept gegen Leerstand und für Verschönerung erstellen. Das sieht unter anderem Oasen auf der Flaniermeile vor, in denen Passanten verweilen können.

Derzeit keine Augenweide: U-Bahn-Station Höhenstraße. Foto: Christoph Boeckheler

Leerstand, Schmuddelecken und wilde Plakatierung. Ortsbeirat 4 und Gewerbeverein Bornheim Mitte überlegen schon eine Weile, wie die Berger Straße zwischen Höhenstraße und Fünffingerplätzchen belebt werden könnte. Um die Lebensqualität zu verbessern und wieder mehr Leute auf die Straße zu locken hat der Gewerbeverein die Agentur Kultpour beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln. Stadtteilpolitiker, Wirtschaftsförderung und Wirtschaftsdezernat unterstützen es.

Marlene Haas, die Agenturchefin, hat die Ideen nun in der Sitzung des Ortsbeirat 4 am Dienstag vorgestellt. „Der Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger Entwicklung“, sagt sie. Geplant seien etwa sieben bespielbare Flächen, Oasen genannt. An verschiedenen Punkten könnte man Holzpaletten anbringen, die angestrichen und begrünt werden. Stadtteilkarten könnten relevante Akteure, Vereine, Parks und Institutionen nennen. Jede Oase soll von einem Akteur betreut werden, die dafür verantwortlich sind und mitgestalten. Sitzgelegenheiten sollen die Bürger zum Verweilen einladen. Ein Austausch soll entstehen.

Kostenloses WLan auf der Straße

Die erste Oase könnte an der Ecke Höhenstraße liegen, der Ortsbeirat soll sie betreuen. Sie soll Entree zum Stadtteil sein, die Menschen willkommen heißen. Das ehemalige Saturngebäude könnte ebenfalls mit Paletten verschönert werden, diese Stelle soll der Gewerbeverein betreuen. Vor der Stadtteilbücherei könnte ein Tauschkasten für Bücher aufgebaut werden. Gegenüber des Woolworth-Hauses soll es in einer Oase um bewussten Konsum gehen.

Auf dem Platz Bornheim Mitte würden die Marktbeschicker eine Oase betreuen, auf dem Fünffingerplatz der Gewerbeverein eine Bühne. Vor der Kirchnerschule ist die letzte Station geplant, unter dem Motto „Selbstverwirklichung“. Hier sollen die Bürger die Möglichkeit haben, sich einzubringen, etwa Pflanzenbeete selbst gestalten.

Mit dem Leerstand soll kreativ umgegangen werden, erläutert Marlene Haas. Gut wäre ein Visionsbüro, eine Mischung aus einem Stadtteil- und Projektbüro. Konzeptläden oder Pop-Up-Stores – Geschäfte, die aus dem Nichts erscheinen – und lokale Start-Ups könnten in die leeren Räume einziehen. Zusammen mit Eigentümern, dem leerstandsmelder.de, dem Einzelhandelsverband, der IHK, der Wirtschaftsförderung und dem Gewerbeverein könnte ein Verzeichnis für Leerstände gebildet werden, die auf eine Umnutzung als Oase warten.

Zudem sollen Kommunikationsstrategien mit PR-Agenturen, Blogs, Magazinen erarbeitet werden, zudem Veranstaltungen und Promotionaktionen. Auch kostenloses WLAN für die Straße ist eine Idee, bei der man schon mit der Co-Working-Zentrale zusammenarbeite.

Der Ortsbeirat freut sich über das Konzept. „Ein großes Lob“, erteilte Alexander Follert (Grüne). Das Innovative an den Paletten sehe er jedoch noch nicht. Auch die Hauseigentümer sollen mit einbezogen werden. „Mit manchen haben wir schon gute Gespräche geführt“, sagt Ortsvorsteher Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU).

Die Oasen seien nicht fix, es könnten auch neue Punkte entstehen, sagte Haas. Logo und Slogan für das Konzept gibt es bereits: Lust auf Leben lautet er, mit dem Zusatz Willkommen in Bornheim. Auch alle Bürger sind aufgefordert, sich mit ihren Ideen einzubringen.

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