Lade Inhalte...

Frankfurt-Bornheim Ideen gesucht

Das Projekt Lust auf Leben fordert die Bornheimer dazu auf, ihren Stadtteil mitzugestalten. An diesem Freitag startet eine Idee-Umfrage. Dabei geht es vor allem um die mittlere Berger Straße.

Der ehemalige Saturn-Eingang soll zugebaut, die Palettenkonstruktion verlegt werden. Foto: Christoph Boeckheler

Bornheim ist, was Du draus machst.“ So lautet das Motto, unter dem von Freitag, 4. Dezember, an Anregungen und Verbesserungsvorschläge für den Stadtteil gesucht werden. Mit der Ideen-Umfrage startet die nächste Stufe des Projektes „Lust auf Leben – Willkommen in Bornheim“, mit dem der Gewerbeverein Bornheim-Mitte gemeinsam mit dem Ortsbeirat 4 die mittlere Berger Straße nachhaltig beleben möchten.

Während des Nikolausmarktes am Uhrtürmchen werden am Freitag ab 15.30 Uhr am Stand des Gewerbevereins erste Ideen gesammelt, sagt Projektkoordinatorin Marlene Haas. Doch auch danach können sich Bürger einbringen. In der kommenden Woche sollen Postkarten in Bornheimer Geschäften ausgelegt werden, um Vorschläge zu notieren. Bis Ende Januar können sie in den teilnehmenden Läden und am Projekt-Briefkasten an der U-Bahnstation Höhenstraße abgeben werden. Den Anregungen sind keine Grenzen gesetzt: Denkbar ist etwa mehr Grün fürs Quartier, Treffpunkte, neue Sportflächen oder Sitzgelegenheiten.

„Unser Ziel ist es, dass die Bornheimer sich mit Lust auf Leben identifizieren und die Chancen nutzen, innerhalb des Projektes ihre eigenen Ideen umzusetzen“, sagt Ortsvorsteher Bodo Pfaff-Greiffenhagen (CDU). Nur so sei es zu schaffen, die Berger Straße nachhaltig zu beleben. „Dann ziehen Bürger, Betriebe und Vereine an einem Strang und haben die Möglichkeit, einfach mal querzudenken und ihren Stadtteil zu gestalten.“

Ergebnisse im Februar

Dabei gehe es nicht nur darum, Ideen zu sammeln. „Wir wollen die Leute auch mit ins Boot holen“, sagt Haas, „wir sind kein Quartiersbüro, das die Vorschläge umsetzt.“ Die Bürger sollten vielmehr selbst aktiv werden, „wir unterstützen sie dabei“. Spätestens im Februar möchte das Team die Ergebnisse präsentieren. „Sie stellen eine Basis für die weitere Arbeit von Lust auf Leben dar“, sagt Haas. „Wenn Lebenslust und Nachhaltigkeit den Stadtteil erobern wollen, geht das nur, wenn viele mitmachen.“

Bislang ist das Projekt an den vier „Oasen“ auf der Berger Straße zu sehen – die bepflanzten Paletten zwischen Höhenstraße und Fünffingerplätzchen. Die Resonanz sei nicht nur positiv gewesen, sagt Marlene Haas. Immer wieder seien Pflanzen geklaut worden. Viele hätten auch die Oasen selbst kritisiert. Vor allem die größte, am ehemaligen Saturn-Markt, sorgte für Diskussionen. Dass Obdachlose die Paletten für ihr Nachlager nutzen, störte viele Bornheimer. Das habe für sie „so gar nichts mit Lust auf Leben“ zu tun gehabt.

Allerdings habe die erhöhte Aufmerksamkeit auch dazu geführt, dass es endlich Gespräche zwischen der Hausverwaltung des leerstehenden Gebäudes, Gewerbetreibenden und dem Lust-auf Leben-Team gegeben hat, sagt Pfaff-Greiffenhagen. Erstes Ergebnis: der tiefer liegende Eingangsbereich zum ehemaligen Elektromarkt werde geschlossen, die dortige Oase verlegt. Die neue Verkleidung und die Schaufenster sollen künstlerisch gestaltet werden.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum