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Frankfurt-Bornheim Gymnastik auf drei Tonnen Sand

Das neue Sportzentrum der TG Bornheim bietet sieben Gymnastikräume. Es wird am Samstag mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.

Nur Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden. Foto: peter-juelich.com

Sieben Gymnastikräume über drei Etagen mit einer Gesamtfläche von knapp 1800 Quadratmetern für 6,3 Millionen Euro: Das sind Eckdaten des neuen Sportzentrums der TG Bornheim, das am Samstag nach knapp 13 Monaten Bauzeit eröffnet wird. Der Vorsitzende von Hessens größtem Sportverein, Peter Völker, hat das Gebäude neben dem Panoramabad an der Inheidener Straße am Dienstag der Presse vorgestellt.

Bis zu 330 Quadratmeter groß sind die modernen neuen Gymnastikräume, die allesamt bodentief verglast und mit Spiegelfronten versehen sind. Jeder Raum lässt sich individuell beheizen oder kühlen, erklärt Architekt Lars Waldeck. Alle sind nach verschiedenen Themen gestaltet. Besonders stolz ist Völker auf das „Beach Gym“, das mit drei Tonnen gewaschenem Sand gefüllt ist. Dort könne gelenkschonend trainiert werden. Damit die Sportler den Sand nicht im ganzen Haus verteilen, hat der Raum eine eigene Reinigungszone mit Druckluftdüsen.

Nicht nur der Strandraum ist spektakulär. Sehenswert ist auch das „Water Gym“, an dessen Wand ein Wasservorhang plätschert. Auf dem Dach des rund 20 Meter hohen Neubaus steht zudem ein rundherum geschlossener Kunstrasenplatz, „Frankfurts höchster Fußballplatz“, sagt Peter Völker. An der Gebäudefassade erstreckt sich eine 15 Meter hohe, neun Meter breite Kletterwand.

Für den Neubau hat die TG Bornheim auch ihr Programm um 44 Kurse ausgebaut, sagt der sportliche Leiter Boris Zielinski. Darunter viele Trendsportarten. So können Mitglieder künftig etwa mit sogenannten TRX-Schlaufen schwitzen, beim KamiBo Kampfsporttechniken üben und beim „Hochintensiven Training“ (HIT) schlank werden.

Der Neubau ist eine Ergänzung des ersten Sportzentrums, das die Turngemeinde 2005 errichtet hat. Es ist bereits die zweite Erweiterung: Vor fünf Jahren hat der Verein die Sportstätte nach Norden vergrößert. Von 13 000 auf 30 000 Mitglieder ist die TG seitdem gewachsen. Völker rechnet damit, dass durch das neue Zentrum weitere 10 000 Mitglieder beitreten werden.

Die TG Bornheim hat den Neubau zum größten Teil aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Mit 200 000 Euro bezuschusste das Land Hessen das Projekt, sagt der Vorsitzende. Die Stadt habe sich nicht beteiligt. Erst 2019 könne es Geld geben, habe es geheißen. „Doch so lange konnten wir nicht warten. Sonst wären wir erstickt.“

Fast unabhängig ist die TG Bornheim auch, was die Energie betrifft. Diese stammt aus einem hauseigenen Blockheizkraftwerk. Zusätzlich gibt es Sonnenkollektoren, so dass sich der Verein bis auf Spitzenzeiten im Winter selbst versorgen könne.

Für das Sportzentrum 3 hat die Turngemeinde ein Grundstück der Bäderbetriebe Frankfurt übernommen. Sie ist verpflichtet, dort für die Besucher des Panoramabads 45 Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Wenn das Bad, wie von der Stadt geplant, neben die Eissporthalle verlegt und das Areal an der Inheidener mit Wohnungen bebaut wird, sollen die neuen Bewohner dort parken können. Die restlichen 99 Stellplätze sind für die Besucher des Fitnessstudios vorgesehen, das im Sportzentrum untergebracht ist.

Mit dem Neubau ist die TG Bornheim noch nicht am Limit. „Solange die Stadt weiter wächst und es wichtig ist, Sport zu treiben, werden wir weiterwachsen“, sagt der Vorsitzende. Der Verein habe eine Genehmigung, das Zentrum um einen Gebäuderiegel bis zur Straße zu vergrößern.

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