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Frankfurt-Berkersheim Mehr Sicherheit für Kinder

Autofahrer halten sich im Frankfurter Stadtteil Berkersheim nicht an Regeln. Neue Schilder, eine geänderte Vorfahrt, Parkverbot und Poller sollen deshalb Eddy’s Burg und die Kita 101 schützen.

Achtung, hier spielen Kinder. (Symbolbild) Foto: sxc.hu

Schon öfter hätten Eltern mit ihren Kindern von der Straße zurückspringen müssen, weil Auto- und Busfahrer den Fußgängerüberweg, an der Berkersheimer Straße auf Höhe der Kita 101, genau wie das Tempolimit mit 30 Kilometern pro Stunde missachteten. Das berichtete ein Vater in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 10. Das Problem ist nicht neu, weder für das Stadtteilgremium noch für die Eltern: Schon etliche Male forderten sie, für mehr Sicherheit zu sorgen. Nur wenige Hundert Meter weiter gibt es ein ähnliches Problem an der Kita Eddy’s Burg. Im Malvenweg ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt, zudem darf dort nicht geparkt werden. Aber das interessiert einige nicht. Die Schulwegkommission vom Stadtschulamt lud daher Vertreter des Ortsbeirats, Eltern, die Kita-Leitungen, die Polizei, das Amt für Straßenbau und Erschließung und das Straßenverkehrsamt zu einer Ortsbegehung vor den beiden Kindereinrichtungen.

Am Malvenweg ging es schnell. Dort sollen verschließbare Poller angebracht werden, um die Zufahrt zur Kita durch die neue Sackgasse zu beschränken. Laut Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) könnten Rettungsfahrzeuge und Müllentsorgung Schlüssel bekommen.

Umfangreicher werden die Vorkehrungen am Berkersheimer Weg. „Die Straße ist gerade, das inspiriert zum Rasen“, sagt Lange. Zum einen sollen zwei grelle Schilder vor spielenden Kindern warnen. „Das wirkt oft besser als ein Tempo-30-Schild“, sagt Lange. Zudem wird das Grünflächenamt einige Bäume zurückschneiden, um die Sicht auf die Einfahrt der Kita zu verbessern, in einigen Gebieten soll ein Parkverbot eingerichtet werden. Piktogramme, wie es sie vor dem neuen Fahrbahnbelag gab, sollen wieder auf die Straße kommen.

Erneut sprach sich der Ortsbeirat dafür aus, die Vorfahrtsregelung zu ändern. In der Tempo-30-Zone müsse Rechts vor Links gelten. Derzeit haben Fahrer auf dem Berkersheimer Weg Vorfahrt. „Wir haben das gefühlt hundertmal eingebracht, aber es scheiterte immer an der VGF und an Traffiq“, sagt Lange. Traffiq ist für den Busverkehr in der Stadt verantwortlich – und der nutzt auch den Berkersheimer Weg.

Im Protokoll ist diese Idee zu Langes Unbehagen nicht dokumentiert, „es ist nur festgehalten, dass Traffiq auf seine Fahrer einwirken soll, sich der Geschwindigkeit anzupassen“. Immerhin aber seien die Probleme mit dem Auto- und Busverkehr nun endlich schriftlich festgehalten – nach häufiger Kritik. Nicht umgesetzt wird der Wunsch einiger Eltern, den Fußgängerüberweg zu erhöhen, damit Bus- und Autofahrer abbremsen müssen. Das wäre zu aufwendig und teuer, da dafür etwa Kanäle verlegt werden müssten. „Das kann man nochmal angehen, wenn die anderen Maßnahmen nicht den gewünschten Effekt haben“, so Lange.

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