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Frankfurt-Bergen-Enkheim Sicher nach Bad Vilbel radeln

Der Ortsbeirat 16 möchte löchrige Feldwege sanieren lassen. Die Strecke führt jedoch durch ein Naturschutzgebiet.

22.11.2016 15:38
Nadine Benedix
Die Radstrecke von Bergen-Enkheim nach Bad Vilbel ist schön, doch leider gibt es zu viele Schlaglöcher. Foto: Andreas Arnold

Für den Bergen-Enkheimer Seniorenbeirat Klaus Schaeffer ist der Strecke mit dem Fahrrad von Bergen nach Bad Vilbel eine Zumutung. Derzeit gebe es zwei Möglichkeiten. „Entweder man fährt über die Vilbeler Landstraße und gefährdet sich und die Autofahrer“, erklärt der Rentner. „Oder man nimmt einen von drei mit Schlaglöchern übersäten Waldwegen.“

Die Schäden auf den Pfaden im Wald seien für ältere Bürger besonders problematisch, da sie die Löcher oft nur schwer erkennen können. Schaeffer selbst fährt den steilen Radweg seit neustem mit einem Elektrorad. Viele Bergen-Enkheimer nutzten die Radverbindung nach Bad Vilbel, um dort Einkäufe und Arztbesuche zu erledigen.

Bis kurz vor Bad Vilbel sei der Weg nahezu unbefahrbar. „Der Abschnitt von Bergen bis zum Wald ist eine Katastrophe“, sagt Schaeffer. Erst kurz vor der benachbarten Kommune werde es besser. „Da fühlt sich wohl wieder jemand für den Weg verantwortlich.“ Der Klaus Schaeffer möchte nun den Waldweg, der von der Erlenseer Straße abgeht, ausbauen lassen.

Bereits im Mai hatten der Seniorenbeirat und sein Stellvertreter Rainer Luckhaus deshalb einen Antrag an den Ortsbeirat 16 für die Erneuerung des Radwegs durch den Wald gestellt. Nach einigem Hin und Her wurde dieser nun interfraktionell verabschiedet und wird an die Stadt weitergegeben. „Wir hoffen, dass die Stadt sich dem Problem annimmt“, sagt Schaeffer. Laut städtischen Koalitionsvertrag von 2016 sei der Ausbau von sicheren Radwegen, insbesondere ins Umland, schließlich nachdrücklich erwünscht.

Der Stadt ist das Problem bereits bekannt. Joachim Hochstein, Leiter des Radfahrbüros des Straßenverkehrsamt, erklärt: „Wir haben uns die Wege bereits angeschaut. Wie der Ortsbeirat finden wir, dass die Vilbeler Landstraße keine geeignete Alternative ist.“ Die Stadt hält deshalb, genau wie auch der Ortsbeirats, den Feldweg ab der Erlenseestraße, als geeignetste und sicherste Fahrradstrecke.

Querungshilfe an der B521

Aus Sicherheitsgründen plant die Stadt vorerst eine Querungshilfe an der Kreuzung des Weges mit der Umgehungsstraße B521 einzubauen. Wie mit den Schlaglöchern verfahren werden soll, sei ein anderes Problem, so Hochstein. Der Weg führe nämlich durch die unter Naturschutz stehenden Streuobstwiesen. Ob Fahrradwege dort asphaltiert werden dürften, müsse erst vom Umweltamt geprüft werden, erklärt Hochstein.

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