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Frankfurt-Bergen-Enkheim Eine leise Halfpipe für Skater

Carlos Cabrera und Dawid Kopton haben innerhalb eines Jahres eine Pump-Track-Anlage auf dem Marktplatz gebaut. Jugendliche sollen mit Skatekursen gelockt werden.

06.12.2016 18:28
Nadine Benedix
Carlos Cabrera (rechts) und Dawid Kopton kamen beim Besuch einer Radsportmesse auf die Idee der Anlage. Foto: christoph boeckheler*

Carlos Cabrera ist voller Vorfreude. Nach mehr als einem Jahr Vorbereitungs- und Bauzeit steht nun seine selbstgebaute Pump-Track-Anlage auf dem Berger Marktplatz. Auf dem Rundkurs aus Holz können Skater auf Skateboards und Inlinern sowie BMX-Fahrer allerlei Tricks ausprobieren: Grabs, Flips oder Grinds – alles ist möglich. Der Vorteil der Pump-Track-Anlage: Durch ihr natürliches Material ist die Nutzung besonders leise.

Das war den Anwohnern des Marktplatzes wichtig, erklärten einige in der Diskussion um die Pump-Track-Bahn. „Die Leute wollten keine große betonierte Skateanlage vor der Nase haben“, sagt Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU). „Die Pump-Track-Anlage ist deshalb eine tolle Alternative. Sie bietet Spass und ist trotzdem leise.“

Gebaut hat sie der Bergen-Enkheimer Carlos Cabrera gemeinsam mit dem Studenten Dawid Kopton. Die beiden leidenschaftlichen Skater hatten die Idee bereits 2015, als sie gemeinsam mit Cabreras Sohn Ben eine Radsportmesse besuchten. Dort wurden die derzeit sehr angesagten Pump Tracks vorgestellt. Der zehnjährige Ben war sofort begeistert und wünschte sich eine solche Anlage auch in seinem Stadtteil.

Skatekurse in Planung

Auch bei Schulfreunden fand die Idee Zuspruch und so landete sie über die Grünen-Fraktion schließlich im Ortsbeirat, der sich um städtische Zuschüsse bemühte. Cabrera und Kopton bauten nun fast ein Jahr an der Rundbahn, die mit 13 000 Euro vom Grünflächenamt gefördert wurde. Aus 40 Teilen besteht sie. Das Hauptmaterial ist Holz, beschichtet mit schwarzem Carbon. Dadurch ist die Bahn flexibel auf und abbaubar. Trotzdem sei sie auch Eis und Schnee tauglich.

Die Anlage soll ein Aufenthaltsort für Jugendliche aus Bergen-Enkheim werden. So planen Cabrera und Kopton im Frühjahr Skatekurse anzubieten. „Momentan ist es leider zu kalt, um die Anlage zu nutzen. Die richtige Eröffnung findet im Frühjahr statt.“

Auch andere Stadtteile haben sich bereits mit Interesse bei Carlos Cabrera gemeldet. „Wir haben bereits eine Anfrage aus Preungesheim. Auch im Zuge des Ausbau des Hessencenters soll eine weitere Anlage entstehen“, sagt er. Deshalb hat Cabrera nun eine eigene Firma, DC Movement, gegründet. bx

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