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Frankfurt Apfelwein Stöffche an sieben Schauplätzen

Am Wochenende, 22. und 23. September, findet die zweite Frankfurter Apfelweintour statt. Die Vereinigung der Apfelweinwirte versucht damit, neue Freunde fürs Stöffche zu gewinnen. Alte Freunde dürfen aber auch mit auf die Tour.

20.09.2012 12:53
Von Brendan Berk
Patrik Lehmann schenkt im Eichkatzerl ein. Wie es sich gehört, über die Eichmarke. Foto: Martin Weis

Am Wochenende, 22. und 23. September, findet die zweite Frankfurter Apfelweintour statt. Die Vereinigung der Apfelweinwirte versucht damit, neue Freunde fürs Stöffche zu gewinnen. Alte Freunde dürfen aber auch mit auf die Tour.

Das Apfelweingeschäft ist auch nicht mehr das, was es einmal war. „Einfach die Tür aufsperren, und die Gäste strömen herein, das geht nicht mehr“, sagt Frank Skuric von der Sachsenhäuser Traditionsgaststätte „Zum Eichkatzerl“. Die jungen Kunden müssten heutzutage erst „langsam an den Apfelwein gewöhnt werden“. So sieht es auch die Vereinigung der Apfelweinwirte. Der Verein hat sich deshalb mit Hilfe einer PR-Firma die „Frankfurter Apfelweintour“ einfallen lassen, die an diesem Wochenende zum zweiten Mal ausgerichtet wird.

Die Tour sei eine Art „Tag der offenen Tür“, bei dem die Apfelweinwirtschaften ihren Gästen ein besonderes Programm böten, erklärt Skuric. Im „Eichkatzerl“ etwa gibt es Livemusik, ein Apfelweinrätsel mit Gewinnverlosung, eine Bembel-Lotterie, und im Hof wird gegrillt. Während die Erwachsenen feiern, kümmern sich zwei Mitarbeiterinnen der AWO um die Betreuung der Kinder. Andere Wirtschaften locken mit speziellen Menüs, Auftritten der Apfelweinkönigin oder Kegelsport.

Für alle, die partout keinen Ebbel-wei trinken möchten, wird im „Eichkatzerl“ sogar ausnahmsweise frisch gezapftes Bier ausgeschenkt, und das Trend-Getränk Apfel-Secco steht erstmalig zum Probierpreis von einem Euro auf der Karte.

Die Zeiten, in denen grantige Kellner ihrer Kundschaft noch kategorisch die Limo im Schoppen verboten hätten, seien nämlich ebenfalls vorbei, sagt Skuric, der neben seiner Ausbildung zum Gastronomen eine spezielle Schulung zum Apfelweinwirt durchlaufen hat.

Eine Schnitzeljagd

Die „Frankfurter Apfelweintour“ ist auch eine Schnitzeljagd. Für jeden Besuch in einer der sieben teilnehmenden Wirtschaften gibt es einen Stempel. Gäste, die drei Stempel zusammen haben, können einen Hotelaufenthalt oder ein typisch hessisches Abendessen gewinnen.

Wer sich auf die Rundreise einlässt, bekommt Gelegenheit zu kosten, wie das Stöffche außerhalb der Stadtgrenze bei „Apfelwein Föhl“ in Neu-Isenburg oder im „Gasthaus Rudolph“ in Liederbach schmeckt. In Frankfurt wiederum stehen neben Sachsenhausen die Schoppen-Stadtteile Sossenheim, Enkheim, Berkersheim und Niederursel auf dem Programm.

Interesse lässt nach

„Es wird schwer, das alles abzuklappern“, vermutet Skuric. Ursprünglich habe man einen Shuttle-Service für die Gäste einrichten wollen. Bei insgesamt nur sieben Stationen lohne sich der Aufwand jedoch nicht.

Das Interesse der Apfelweinwirte an gemeinsamen Marketing-Aktivitäten habe in den letzten Jahren stark nachgelassen, sagt Skuric: „Früher, als alle noch selbst gekeltert haben, war das anders.“ Auch das „Eichkatzerl“ sei bei der ersten „Frankfurter Apfelweintour“ im letzten Jahr noch nicht dabei gewesen: „Diesmal wollten wir aber mit gutem Beispiel vorangehen.“

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