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Frankfurt 91-Jährige von U-Bahn überfahren

Eine Rentnerin ist am Montag in Frankfurt von einer U-Bahn erfasst und getötet worden. Die Frau hatte die viel befahrene Eschersheimer Landstraße trotz roter Fußgängerampel überqueren wollen. Der Fahrer der U-Bahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Foto: FR/Surrey

Auf den U-Bahnschienen in der Eschersheimer Landstraße ist am Montagnachmittag eine Frau getötet worden. Ein Zug der Linie U1, der in Richtung Südbahnhof unterwegs war, überfuhr die 91-Jährige in Höhe der Station Fritz-Tarnow-Straße. Die Seniorin ist das 33. Todesopfer seit Eröffnung der U-Bahnlinie auf der Eschersheimer Landstraße.
Die Frau wollte gegen 15.45 Uhr an einer Ampel die Gleise überqueren, wie die Polizei berichtete. Dabei ging sie nach Informationen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt über Rot. Die Bahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die Frau wurde unter dem Zug eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle.

Die Eschersheimer Landstraße war wegen des Unfalls zwischen Marbachweg und Hügelstraße komplett gesperrt. Auf mehreren Straßen bildeten sich Staus. Auch auf der Eckenheimer Landstraße gab es Behinderungen. Viele Pendler nutzten die Straße als Alternative, um in den Norden Frankfurts zu gelangen. Der Verkehr der U1, 2 und 3 war den gesamten Nachmittag über stark eingeschränkt. Zwischen den Haltestellen Dornbusch und Hügelstraße fuhren keine Bahnen. Die VGF setzte als Ersatz Taxis ein.


Seit Jahren gibt es in der Kommunalpolitik eine Diskussion über die Sicherheit auf der Eschersheimer Landstraße. Bei dem Unfall am Donnerstag handelte es sich bereits um den dritten Todesfall in diesem Jahr. Zuletzt war im April ein 32-Jähriger zwischen Dornbusch und Fritz-Tarnow-Straße überfahren worden. Zwar gab es immer wieder Versuche, die Übergänge an den Gleisen sicherer zu machen – etwa durch größere Ampelzeichen. Da es trotzdem immer weitere Unfälle gibt, fordert die FDP-Fraktion im Römer seit langem, die Eschersheimer Landstraße zu untertunneln. Das würde rund 300 Millionen Euro kosten. Bislang lehnte das Stadtparlament den Vorstoß aus Kostengründen ab. (dpa/lhe)

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