Lade Inhalte...

Frankfurt 1500 Triathleten springen ins kalte Wasser

Der City-Triathlon ist eine Freude für Melitta und die anderen, legt aber den Verkehr lahm. 150 Polizisten und 60 Stadtpolizisten sind im Einsatz.

08.08.2011 15:49
Timur Tinç
Scharenweise sind die Liebsten der Athleten gekommen, um zu jubeln und Wasser zu reichen. Lohn ist eine Medaille. Foto: Andreas Arnold

"Go Melitta go“, steht auf einem weißen Tuch mit orangenen Lettern, das Bozena Genßler gemeinsam mit ihrer Tochter in die Höhe hält. Die 52-Jährige ist aus Gera angereist, steht am Sonntagvormittag neben dem Hako-Schuhgeschäft an der Hauptwache und wartet auf ihre jüngere Tochter, die am zweiten Frankfurter City-Triathlon teilnimmt. Genßler jubelt einer jungen blonden Frau in rosa Trikot zu. Das Anfeuerungsbanner habe sie aus einer Tischdecke gebastelt, verrät Bozena Genßler lachend.

Um 8.05 Uhr waren die ersten Athleten mit einem Sprung in den Langener Waldsee gestartet. Ihr Ziel: die Stadtmeisterschaft gewinnen. Für die Profis ging es über die Olympische Distanz: 1,5 Kilometer schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Die Jedermänner starteten über 400 Meter schwimmen, 12 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer laufen.

Etwas leiser als der Ironman

Tobias Schlepper war zufrieden mit seinem Rennen, aber „total überrascht, dass es so ruhig war“, sagte der 43-Jährige. „Ich habe es aber lieber, wenn Ruhe ist“, ergänzt Schlepper schmunzelnd. Vor zwei Jahren war er beim deutlich lauteren Frankfurter Ironman gestartet. Vor zwei Wochen hat Hans Peter Marth an der Königsdisziplin des Triathlons in Frankfurt teilgenommen. Am Sonntag schaute er sich das Rennen entspannt vom Streckenrand an. „Ein Kollege ist schon durch, die andere kommt noch“, sagt der 60-Jährige. Seine Sportkameraden von der LD Hanau hat er bei der Vorbereitung auf den City-Triathlon unterstützt. „Zwölf bis 14 Stunden haben wir in der Woche trainiert“, erzählt Marth.

Während sich gegen 11 Uhr immer mehr Athleten auf der Laufstrecke tummeln, füllt sich auch allmählich das Ziel mit Zuschauern. Empfangen wurden die Athleten von blau gekleideten Cheerleadern mit silbernen Pompons. Wer es über die Ziellinie schafft, bekommt eine Medaille. Knapp 1500 sollten es am Ende sein. 250 Helfer, 150 Polizisten und 60 Stadtpolizisten waren im Einsatz. Bis in die Mittagstunden waren zahlreiche Straßen gesperrt. Öffentliche Verkehrsmittel fielen ebenfalls aus. Davon bekamen die Athleten nicht viel mit. „Ich wäre im See fast abgesoffen“, erzählte eine junge Frau ihren Freunden. Andere legten sich in die aufgestellten Sonnenliegen und tankten erst einmal Energie mit isotonischen Getränken und Bananen.

Matthias Hölscher beobachtet das Treiben über sein schwarzes Fahrrad gelehnt von der Ziellinie. „Es lief nicht so toll“, sagt der 29-Jährige. „Mir ist die Luft ausgegangen, weil ich erkältet bin“, schnauft der Bonner. Die Temperatur im Langener Waldsee sei zwar angenehm gewesen, aber „danach wurde es kalt.“

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum