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Fragen und Antworten In Frankfurt kommt die Welt zusammen

Die FR beantwortet Fragen zur Integration und Bevölkerungszusammensetzung.

Demonstrationszug Parade der Kulturen, Frankfurt, Bild x von x
Puerta del Sol zeigt mit bunten Kostümen, wie Feste in Bolivien gefeiert werden. Foto: Michael Schick

Wie viele Ausländer leben in Frankfurt?
Zum Stichtag 31. Dezember 2017 hatten nach einer Statistik der Stadt 218 775 Menschen ohne deutschen Pass in Frankfurt eine Wohnung. Bezogen auf die Gesamtbevölkerungszahl zum selben Stichtag – 741 093 – ergibt das einen Anteil von 29,5 Prozent. Insgesamt sind Menschen aus 177 Staaten in der Stadt gemeldet. Weltweit gibt es 197 Staaten.

Was ist die häufigste Staatsangehörigkeit dieser Gruppe?
Den größten Anteil stellt die Türkei (25 759), gefolgt von Kroatien (16 075), Italien (15 107) und Polen (13 156). Fast die Hälfte der in Frankfurt lebenden Ausländer besitzt eine EU-Staatsangehörigkeit – es sind 46,5 Prozent. Ein Viertel kommt aus dem übrigen Europa (24,1 Prozent), gut jeder Sechste aus Asien (17 Prozent), 7,5 Prozent aus Afrika und 3,4 Prozent aus Amerika.

Welche Nation stellt die geringsten Einwohner?
Das hat die Stadt in ihrer Statistik nicht explizit aufgeschlüsselt. Fakt ist aber, dass die wenigsten Menschen aus Australien und Ozeanien kommen. Sie machen nur 0,2 Prozent aus. Stadtrat Jan Schneider erklärte zudem jüngst, dass von den aktuell an der Fußballweltmeisterschaft teilnehmenden Nationen Uruguay (zehn Einwohner), Panama (15) und Island (24) am geringsten in Frankfurt vertreten seien.

Wie ist der Altersanteil der Gruppen?
Etwa jeder Zehnte der ausländischen Frankfurter ist unter 18 Jahre alt (10,3 Prozent), jeder Siebte (14,2 Prozent) ist über 60 Jahre alt, und etwa drei Viertel (75,5 Prozent) sind zwischen 18 und 59 Jahre alt. Der Frauenanteil beträgt 48,7 Prozent.

Wie fördert die Stadt das kulturelle Zusammenleben?
Seit 1989 gibt es das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AMKA). Als städtische Behörde habe es die Aufgabe, das konstruktive Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Frankfurt zu fördern und zu unterstützen. Das AMKA entwickelt zielgerichtete Integrationsmaßnahmen, unterstützt die Vernetzung von Institutionen, die mit Integration befasst sind, und fördert Toleranz und Verständnis der Einwohner untereinander. 

Wie kann man mitmachen?
Auf der Internetseite www.vielfalt -bewegt-frankfurt.de werden zahlreiche Angebote von Vereinen und Institutionen aufgelistet. Egal, ob es um Selbsthilfegruppen, Kulturfeste, Chorprojekte oder Weiterbildungen geht. Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) erklärt, dass Frankfurt eine „Stadt ohne Mehrheit“ sei, daher brauche es besonders viel Toleranz und Austausch. Viele Angebote und auch die Parade der Kulturen schaffen Möglichkeiten zum Austausch, zum Kennenlernen und zur Begegnung.

Gibt es auch Probleme?
Schwierigkeiten sieht Dezernentin Weber in Bezug auf die politische Diskussionskultur. Debatten verliefen auch in Frankfurt zunehmend polarisiert, Fundamentalismus sei in allen Bereichen auf dem Vormarsch. Daher sei die soziale Sicherheit der Stadtgesellschaft zentral: Wer sich sicher fühle, sei offen und bereit, auf andere zuzugehen.

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