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Flunkyball Saufen, bis die Flasche steht

Das Trinkspiel Flunkyball gewinnt immer mehr Anhänger – auch in der Frankfurter Politik.

Flunkyball
Und prost! Irgendjemand muss die Flasche in der Mitte des Spielfeldes abgeworfen haben. Foto: dpa

Die Flunkyball-Saison hat begonnen. Wie bitte? Doch, Sie kennen Flunkyball. Das ist dieses Spiel, bei dem junge Leute mit einem Ball auf eine Flasche werfen, und jeder hat ein Bier vor sich, und wenn die Flasche in der Mitte umfällt, fängt die Hälfte der Spieler ganz schnell an zu trinken, und die andere sammelt den Ball und die Flasche wieder ein. Haben Sie vermutlich im Sommer vorigen Jahres schon mal gesehen. Zumindest ist der – nun ja – Sport, der im Umfeld der Punk-Bewegung entstanden ist, seit zwei oder drei Jahren ziemlich in Mode. Auch in Frankfurt.

Gespielt wird Flunkyball in so ziemlich allen Parks, sobald es etwas wärmer wird. Derzeit wird es zwar nicht wärmer, aber es ist schon fast Mitte Mai, und da sind die Spieler eben derart ungeduldig, dass sie die Saison eröffnen. Deshalb war am Montagabend etwa im Günthersburgpark ein Turnier von hoher Qualität zu beobachten, auch im Grüneburgpark waren schon Partien zu sehen.

Letztlich ist Flunkyball eine Mischung aus Kegeln, Baseball und Wettsaufen. In Bezug auf die genauen Regeln verweisen wir auf den Info-Kasten zu diesem Artikel. Und wir wollen jetzt auch nicht auf die etwa 3500 Varianten eingehen, die man im Internet so findet. Na gut, so viel: Man kann Flunkyball auch unbekleidet spielen, und man kann vereinbaren, dass die Spieler ihr Bier 30 Minuten lang im Körper behalten müssen.

Spätestens an dieser Stelle darf man natürlich darüber nachdenken, was es über eine Gesellschaft aussagt, wenn die Jugendlichen solche Spiele spielen, aber dazu hat sich noch kein Experte geäußert. Und was sagt es über die FR aus, wenn sie über derart triviale Vorgänge berichtet? Nun, zum einen sind wir verpflichtet, über die Vorgänge in den Frankfurter Parks zu schreiben. Und zum anderen wird Flunkyball jetzt eine politische Angelegenheit.

Weil nämlich: Am 25. Mai steht auf den Wiesen an der Friedensbrücke die Stadtmeisterschaft im Flunkyball ein. Zu der lädt die Spaßpartei „Die Partei“ ein. Zugesagt haben – nach Angaben des Veranstalters (!!!) – die Junge Union, die Jungliberalen, die Linke und die Fraktion „Die Fraktion“.

Gespielt wird an Christi Himmelfahrt, 25. Mai, von 15.02 Uhr an am nördlichen Mainufer.

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