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Flugverbot während Fußballspielen SPD fürchtet Absturzrisiko über WM-Stadion

Die SPD-Fraktion im Ortsbeirat fordert ein Flugverbot während Spielen im WM-Stadion. Grund: Das Absturzrisiko sei höher, weil mehr Flieger über die Route die Landebahn des Frankfurter Flughafens anfliegen würden.

Im Stadion sitzt es sich gefährlich, meint die SPD im Ortsbeirat. Foto: dapd

Wenn in der kommenden Saison der mögliche Champions-League-Sieger Bayern München auf den wahrscheinlichen Erstligaaufsteiger Eintracht Frankfurt trifft, dann wird in der Arena im Frankfurter Stadtwald die Luft brennen und 50.000 Fußballfans werden einen Höllenlärm veranstalten.

Wenn es nach der SPD-Fraktion im Ortsbeirat Sachsenhausen-Niederrad geht, dann wird es einen Stock über den Tribünen ungewohnt leise zugehen. Die Sozialdemokraten fordern ein Flugverbot über dem WM-Stadion während sich auf den Rängen Zehntausende Menschen bei Sportveranstaltungen oder Konzerten vergnügen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Heider begründet seinen Antrag mit dem Absturzrisiko von Flugzeugen. Er verweist auf den Fall des Chemiewerkes Ticona, das nach heftigen Disputen und einigem Streit unter Gutachtern wegen des Baus der neuen Nordwestlandebahn verlegt worden ist.

Fraport hält dagegen

Flughafenbetreiber Fraport, der einen schnellen Ausbau wollte, damit Frankfurt im Wettbewerb um die europäische und globale Lufthoheit nicht abgehängt wird, hat sich den Standortwechsel 670 Millionen Euro kosten lassen. Dagegen ist die Forderung, den Luftverkehr in den zwei Stunden vor Beginn und zwei Stunden nach Schluss einer Veranstaltung im Stadion stillzulegen, geradezu bescheiden. Über dem Stadion, so sagt Eintracht-Fan Heider, sei das Absturzrisiko dreimal höher als über Ticona, weil dreimal so viele Flieger über diese Route die Landebahn anflögen.

Fraport-Sprecher Dieter Hulick macht es kurz: „Den Antrag kommentieren wir nicht.“ Fraport, das ergänzt der Sprecher, hält allerdings den Vergleich mit Ticona für grundsätzlich unzulässig. Hulick verweist auf ein Gutachten des TÜV Pfalz, der in einer Bewertung einer Expertise des Rheinisch-Westfälischen TÜV zu dem kurz gefassten Ergebnis gekommen sei, dass ein Nebeneinander von Landebahn und Chemiewerk durchaus vertretbar gewesen sei.

Der Ortsbeirat hat schon für Aufsehen gesorgt, als er sich mit großer Mehrheit für eine Stilllegung der Bahn aussprach.

Der Ortsbeirat 5 tagt am Freitag, 20. April, um 19 Uhr, im Niederräder Vereins- und Kulturzentrum Mainfeld, Im Mainfeld 6.

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