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Flughafen Frankfurt Flughafenausbau-Gegner melden Ansprüche an

Die Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau sehen sich durch das gute Ergebnis von Ursula Fechter bei der Kommunalwahl gestärkt. Die SPD, auf deren Liste Ursula Fechter kandidiert hatte, stehe nun in der Pflicht für die vom Fluglärm geplagte Bevölkerung.

Ursula Fechter holte auf der SPD-Liste das drittbeste Ergebnis und möchte nun ehrenamtliche Stadträtin werden. Foto: Andreas Arnold

Die Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau gehen davon aus, dass das gute Ergebnis von Ursula Fechter bei der Kommunalwahl dem Thema Flughafenausbau im Römer mehr Gewicht verleihen wird. Fechter hatte als parteilose „Stimme der Bürgerinitiativen“ auf der Liste der SPD kandidiert und dort das drittbeste Ergebnis eingefahren.

„Ohne die Stimmen für Ursula Fechter stünde die SPD in der Zahl der Mandate heute nicht gleichauf mit der CDU“, heißt es in einer Mitteilung der Frankfurter Bürgerinitiativen. Damit stehe die Partei für die vom Fluglärm geplagte Bevölkerung in der Pflicht. Er sei „sehr überrascht“ gewesen vom guten Abschneiden der Ausbau-Gegner auch in den Ortsbeiräten, sagte Thomas Scheffler vom Bündnis der Bürgerinitiativen auf Anfrage.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling geht davon aus, dass die Kritik in der eigenen Fraktion an der Fechter-Kandidatur nun gegenstandslos geworden sei. Den größten Zuwachs mit 8,8 Prozentpunkten habe seine Partei in Sachsenhausen-Süd erzielt – einem Stadtteil, der nach Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest besonders stark vom Fluglärm geplagt wird.

Oberbürgermeister Peter Feldmann habe die OB-Wahl seinerzeit wegen seiner Forderung gewonnen, das Nachtflugverbot von 22 aus 6 Uhr auszuweiten. Oesterling betonte die Notwendigkeit von Lärmobergrenzen. Ziel müsse sein, dass der Flugverkehr leiser werde.

Ursula Fechter, die Mitglied im „Expertengremium Fluglärm“ des Oberbürgermeisters ist, lobte die Zusammenarbeit mit dem OB. „Wir haben der SPD ganz schön Stimmen gebracht“, sagte sie am Montag im Gespräch mit der FR. Sie bestätigte, dass sie gern ehrenamtliche Stadträtin werden möchte – um „Feldmann im Magistrat zu unterstützen“.

Die 69-Jährige hatte schon einmal für die Flughafenausbaugegner (FAG) zehn Jahre dem ehrenamtlichen Magistrat angehört. Dort wolle sie sich erneut „richtig einbringen“. Auf die Frage, welcher Juniorpartner ihr bei einer wahrscheinlichen Schwarz-Rot-plus-X-Koalition lieber wäre – die FPD oder die Grünen –, äußerte sich Fechter diplomatisch: Sie würde eine Konstellation befürworten, durch die sich die Forderungen der Ausbaugegner „am besten realisieren“ ließen.

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