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Flughafen Frankfurt Ein Dino im Flughafen

Das Skelett des Langhalsdinos Liaoningtitan aus China steht übergangsweise im Frankfurter Flughafen. Es macht Werbung für den Umbau des Senckenbergmuseums.

Dinosauerierskelett
Bis voraussichtlich April 2019 steht der Dinosaurier im Flughafen. Foto: Monika Müller

Langsam fließt der leuchtend rote Stoffvorhang das riesengroße Ausstellungsstück hinunter. Die Sonne strahlt durch die gläserne Decke des Flughafengebäudes „The Squaire“ auf die feierliche Enthüllung.  Zuschauer und Fotografen warten gespannt. Dann steht er endlich da: der 120 Millionen Jahre alte Liaoningtitan aus China, zumindest das, was von ihm übriggeblieben ist. Neben dem zwölf Meter langen und sechs Meter hohen Skelett des Langhalssauriers sieht ein Mensch wie ein Winzling aus.

Gemeinsam enthüllen Sun Ge, Direktor des Paleontological Museum of Liaoning (PML), und Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, die Nachbildung aus der Frühkreidezeit. Seit 30 Jahren besteht der Kontakt zwischen den Wissenschaftlern aus China und Deutschland. Das Replikat ist ein Geschenk des PML an Senckenberg anlässlich des 200. Geburtstags im letzten Jahr. Erstmals kann der Liaoningtitan auf einem anderen Kontinent bestaunt werden.

„China hat unser Bild der Paläontologie verändert“, sagt Professor Thomas Martin der Universität Bonn. Jüngere Ausgrabungen von Fossilien in China, wie das des Langhalssauriers, hätten zu neuen Erkenntnissen geführt.

Fakten der Evolution

„Fossilien sind Dokumente des Lebens“, erklärt Martin. Sie seien zentral für die Rekonstruktion der Evolutionsgeschichte. Somit seien sie für die Paläontologen so elementar wie eine Bibliothek für Historiker.

Doch nicht nur Wissenschaftler können etwas von den Dino-Skeletten lernen. „Eine Art kann nur überleben, wenn sie mit der Natur lebt“, sagt Mosbrugger. Das gelte auch oder ganz besonders für die Menschen. Ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen ist deshalb unabdingbar. „Der Mensch ist nur Teil des Räderwerks der Evolution“, resümiert der Direktor der Senckenberg-Gesellschaft, den die Arbeit mit Fossilien „besinnlich und bescheiden“ mache.

Bis voraussichtlich April 2019 steht der Langhalsdinosaurier im Flughafen und macht Werbung für den Umbau des Senckenbergmuseums.

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