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Fliegende Volksbühne in Frankfurt Stadt verspricht Hilfe für Fliegende Volksbühne

Für das neue Theater der Fliegenden Volksbühne am Großen Hirschgraben in Frankfurt besteht zusätzlicher Finanzbedarf.

Fliegende Volksbühne
Michael Quast bei der Feier im Kaisersaal. Foto: peter-juelich.com

Im Frühjahr 2019 kann der Schauspieler Michael Quast am Großen Hirschgraben ein neues Theater für seine Fliegende Volksbühne beziehen. Doch der städtische Wohnungskonzern ABG berechnet als Monatsmiete für das von ihm renovierte Theater im Cantatesaal künftig fast 24 000 Euro, wie ABG-Chef Frank Junker der FR sagt. Diese Summe deckt das Kulturdezernat 2019 mit 300 000 Euro jährlich für die Miete und weiteren 380 000 Euro für die Betriebskosten ab.

Aber damit ist das Theater noch nicht ausgestattet, ist zum Beispiel die Technik noch nicht finanziert. Quast hat in Gesprächen mit dem Magistrat, unter anderem auch mit Bürgermeister und Kämmerer Uwe Becker (CDU), auf seine Situation aufmerksam gemacht. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) reagiert auf diesen Vorstoß. Wie ein Sprecher des Dezernatsbüros am Dienstag sagt, werde die Dezernentin „auf die Wünsche und Bedürfnisse der Volksbühne reagieren“. Ziel sei ein Gespräch mit Quast und ABG-Chef Junker, um Abhilfe zu schaffen.

Der Betriebskostenzuschuss war für das kommende Jahr um 80 000 Euro erhöht worden.

ABG-Chef Junker legte Wert auf die Feststellung, dass sein Unternehmen für die Fliegende Volksbühne alles getan habe, was noch im Jahre 2015 mit dem früheren Kulturdezernenten Felix Semmelroth (CDU) vereinbart worden sei.

In das neue Theater habe die ABG insgesamt 3,5 Millionen Euro investiert. „Wir haben das alte Volkstheater komplett zurückgebaut, außerdem neue Aufzüge installiert und neue Garderoben eingerichtet.“ Insgesamt umfasse das künftige Theater eine Nutzfläche von 1300 Quadratmetern. Dafür berechne die ABG eine künftige Kaltmiete von 14,20 Euro pro Quadratmeter, also 18 460 Euro im Monat. Hinzu kämen noch Nebenkosten von 5200 Euro monatlich.

Nach den Worten Junkers wird bis zur Eröffnung im Frühjahr auch die denkmalgeschützte Bestuhlung des alten Frankfurter Volkstheaters wieder eingebaut. Im ebenfalls denkmalgeschützten Foyer des Theaters sind die Geländer aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts erhalten worden. Der Ausbau sei in vollem Gange, so der ABG-Geschäftsführer. Die Absprache mit den Denkmalschützern sei umfassend gewesen. Das Haus entspreche den neuesten Vorschriften hinsichtlich des Brandschutzes und der Belüftung.

„All diese Investitionen müssen wir über die Miete refinanzieren“, sagt der ABG-Chef im Gespräch mit der FR. Michael Quast hatte am 3. Dezember bei der Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen der Fliegenden Volksbühne im Kaisersaal des Rathauses öffentlich gesagt, die verlangte Miete schnüre „einem Theater die Luft ab“. Junker kontert, der Schauspieler habe „nun wirklich keinen Grund zur Beschwerde“.

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