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Fitness Bauaufsicht stoppt Fitnessclub

Die städtische Bauaufsicht hat ein riesiges Fitnesscenter an der Hochstraße nicht zum Betrieb freigegeben. Die Begründung: „Brandschutz nicht gewährleistet“. 2500 Mitglieder müssen jetzt bis März warten.

Blick auf das künftige Luxushotel Sofitel. Foto: Andreas Arnold

Für 2500 Mitglieder, die bereits registriert sind, war es eine böse Überraschung: Die städtische Bauaufsicht hat ein riesiges Fitnesscenter an der Hochstraße nicht zum Betrieb freigegeben. Der Grund: Der Brandschutz sei nicht gewährleistet. Der Club von Fitness First im Gebäude Hochstraße 42-44 gehört zum künftigen Fünf-Sterne-Plus-Hotel an der Alten Oper, dessen Eröffnung für September dieses Jahres geplant ist.

Die Feier zur Freigabe für das Fitnesscenter in der luxuriösen Kategorie Black Label war für den 6. Februar angesetzt. Alle Geräte waren bereits aufgebaut, ein 25-Meter-Schwimmbecken wartete auf die Gäste. Doch die Bauaufsicht legte sich quer, wie Mark Gellert, der Sprecher von Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne), am Montag bestätigte. Bei einer Begehung durch Fachleute der Feuerwehr und der Bauaufsicht sei festgestellt worden, „dass die Brandmeldeanlage nicht auf das Netz der Feuerwehr aufgeschaltet werden konnte“.

Das heißt: Im Falle eines Brandes wäre keine automatische Alarmierung der Berufsfeuerwehr erfolgt – und das bei einer potenziell dreistelligen Zahl von gleichzeitigen Nutzern des Clubs. „Mit Brandschutz ist nicht zu spaßen“, sagte der Sprecher des Bürgermeisters. Eine Freigabe des gesamten Gebäudes durch die Bauaufsicht sei deshalb erst möglich, „wenn alles funktioniert“. Dafür zu sorgen, sei jetzt Sache des Bauherren. Eine Frist habe die Stadt ihm nicht gesetzt.

In der Filiale selbst hieß es am Montag, ein genaues Datum für die Eröffnung von „Frankfurt Opernplatz“ sei noch nicht absehbar. Die Brandschutzanlage müsse umgebaut und ertüchtigt werden: „Wir rechnen mit der Freigabe im März.“ Der Fitnessclub liegt im Erdgeschoss des Hauses an der Hochstraße, darüber befinden sich Luxuswohnungen.

Absolute Luxuskategorie

Um den Bau des Fünf-Sterne-Plus-Hotels an der Alten Oper war jahrelang erbittert gestritten worden. Es gab Proteste wegen der Eingriffe in die grünen Wallanlagen und wegen des Lärms der Baustelle. Protestierende Nachbarn mussten auf Kosten des Bauherren vorübergehend in Hotels untergebracht werden. Widerstand richtete sich auch gegen die Größe der Tiefgarage mit mehr als 350 Stellplätzen.

Es ist das fünfte Haus dieser absoluten Luxuskategorie in Frankfurt, nach der „Villa Kennedy“ an der Kennedyallee, dem Steigenberger Metropolitan, dem Frankfurter Hof an der Kaiserstraße und dem Grandhotel Hessischer Hof.
Das Sofitel an der Alten Oper zielt in Zukunft auf sehr reiche Gäste aus Übersee, etwa aus den arabischen Staaten und dem Fernen Osten, aber auch aus Russland. Auf der Internetseite des Hauses wird schon jetzt versprochen: „Französische Lebensart schwebt wie ein Hauch edles Parfum durch unser elegantes Grandhotel und prägt es mit Kunst, Kultur und lebendigem Charme.“ Die Zahl russischer Übernachtungsgäste in Frankfurt ist 2015 allerdings um 19 Prozent eingebrochen, eine Folge der politischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Der Markt für Gäste aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten boomt dagegen.

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