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Fipronil-Skandal in Frankfurt Unsicherheit beim Eierkauf

Der Fipronil-Skandal macht sich bei den Kunden in Frankfurt bemerkbar. Das Ministerium rät zu regionalen Waren.

Fipronil-Krise
Was ist im Ei? Die Fipronil-Belastung beschäftigt die Kunden. Foto: dpa

Eine Woche nach Bekanntwerden steckt der Skandal um die Fipronil-Eier weiterhin in den Köpfen der Verbraucher. Nachdem der Discounter Aldi-Süd Ende vergangener Woche sämtliche Eier aus den Regalen genommen hatte, haben Kunden dort am Freitag wieder die volle Auswahl. 
In der Aldi-Filiale in der Großen Friedberger Straße in Frankfurt  drängen sich die Menschen. Eine Frau zögert am Eierregal. „Ich habe Nachrichten über vergiftete Eier im Fernsehen gesehen. Jetzt habe ich Angst“, sagt sie. Sie winkt ab und zieht mit ihrem leeren Einkaufskorb weiter. 

Die günstigsten Eier aus Bodenhaltung sind dennoch fast vergriffen. Bioeier aus Freilandhaltung, die mehr als das Doppelte kosten, werden dagegen zum Ladenhüter. Alle Eier kommen dem Stempel nach aus den Niederlanden – das verunsichert. Am Regal gibt es keine Informationen zum Skandal. Wer die Stempel im Internet überprüft, stellt fest, dass die angebotenen Eier bisher nicht als belastet gemeldet sind. Ein Mann mustert eine Schachtel und legt sie zurück. Auf die Frage, ob der Skandal sein Konsumverhalten beeinflusst habe, antwortet er kurz angebunden: „Darüber will ich nicht reden.“

Im Biosupermarkt Basic am Merianplatz ist die Situation entspannter. Stefanie Hölkemann wohnt um die Ecke. Sie leiste sich kein Auto, aber dafür Bioeier, sagt sie. Sie begrüßt die positiven Nebenwirkungen des Skandals für Bioprodukte. Am Eierregal steht: „Aufgrund der hohen Nachfrage an Bioeiern kann es zu Lieferengpässen kommen.“ Aber Hölkemann sagt auch: „Diese Angstmache durch die Medien finde ich verkehrt.“ Balarama Rust ist 34 Jahre alt und arbeitet schon eine ganze Weile im Biomarkt. In dieser Zeit habe er schon „etliche Eierskandälchen“ erlebt, sagt er. Dieses Mal bemerke er nicht, dass mehr Kunden kämen. Bei anderen Skandalen sei „die Resonanz stärker“ gewesen. Bisher habe es noch keine einzige Rückfrage gegeben. „Die Leute haben inzwischen einfach gemerkt, dass das Problem bei der Massentierhaltung liegt“, ist er überzeugt. Das hessische Verbraucherschutzministerium riet am Freitag, „beim Einkauf auf regionale Ware zu setzen“.

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